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Photovoltaik und Steuer - Gratis Leitfaden

Wie wird Photovoltaik versteuert?

Das Thema Photovoltaikanlagen und Steuern war in der Vergangenheit ein recht komplexes Thema. Die Bundesregierung hat im September 2022 Steuererleichterungen für kleinere Photovoltaikanlagen beschlossen um den bürokratischen Aufwand zu reduzieren und den Einstieg in die solare Eigenversorgung zu erleichtern. 

Grundsätzlich gilt: Wer eine Photovoltaikanlage auf seinem Eigenheim oder auf seiner Gewerbeimmobilie betreibt, einen Teil des erzeugten Solarstroms in das öffentliche Stromnetz einspeist und dafür eine Vergütung erhält, ist aus Sicht des Finanzamts ein gewerblich tätiger Unternehmer mit allen steuerlichen Rechten und Pflichten. Mit der Gesetzesänderung EEG 2023 wird jedoch die steuerliche Handhabung für Betreiber kleinerer Photovoltaikanlagen, die nach dem 1. Januar 2023 installiert und in Betrieb gegangen sind, leichter. Ganz grob unterscheidet man künftig in die Bereiche:

  • PV-Anlage < 30 kWp = vereinfachte steuerliche Regelung = Kleinunternehmerregelung
  • PV-Anlage < 30 kWp = herkömmliche steuerliche Regelung = Regelbestuerung

Steuerliche Betrachtung PV-Anlagen < 30 kWp

Einkommenssteuer

Der Betreiber einer privaten Photovoltaikanlage, mit einer Nennleistung von bis zu 30 kWp auf dem privaten Einfamilienhaus wird von der Ertragssteuer befreit. Bei Mehrfamilienhäusern und gemischt genutzten Häusern liegt die Grenze bei 15 Kilowattpeak pro Wohn- oder Gewerbeeinheit. Bisher lag diese Grenze für Anlagen bei lediglich 10 kWp. Alle Einnahmen aus dem Stromverkauf (Förderung Photovoltaik über das EEG) an den Energieversorger und die wirtschaftlichen Vorteile aus dem Eigenverbrauch müssen somit nicht mehr bei der Einkommenssteuer angegeben und versteuert werden.

Umsatzsteuer

Änderungen im EU-Recht machen es möglich, dass PV-Anlagen künftig ohne Umsatzsteuer, also zum Nettopreis, angeschafft werden können. Zwar ist es schon bisher auch bei privaten Photovoltaikanlagen möglich, sich die im Kaufpreis enthaltene Umsatzsteuer vom Finanzamt erstatten zu lassen. Das bringt aber vergleichsweise viel Bürokratie mit sich (siehe steuerliche Betrachtung PV-Anlagen > 30 kWp). Betreiber von neuen PV-Anlagen (Inbetriebnahme nach dem 1.1.23) können künftig ohne finanzielle Nachteile die sogenannte Kleinunternehmerregelung in Anspruch nehmen. Das gilt für alle Leistungen unmittelbar an den Anlagenbetreiber und für Anlagen, die auf oder in der Nähe von Privatwohnungen installiert werden. 

Steuerliche Betrachtung PV-Anlagen > 30 kWp

Photovoltaik Eigenverbrauch versteuern

Photovoltaikanlagen auf dem Eigenheim werden heute in der Regel für den Eigenverbrauch installiert und zum Großteil mit einem Stromspeicher ausgestattet. Somit steigt der solare Eigenverbrauch an und die jährlichen Stromkosten sinken. Dadurch sinkt aber auch die gewerbliche Nutzung, denn es wird weniger Strom verkauft und die private Nutzung nimmt zu.

Vom Finanzamt wird deshalb die Photovoltaikanlage als Teil des Betriebsvermögens betrachtet, der Strom zum Verkauf produziert. Der Stromspeicher aber in der Regel nicht, da dieser zumeist nur zur Steigerung des privaten Eigenverbrauchs angeschafft wird.

Wie du den Eigenverbrauch steuerlich berechnest, wird in zwei Musterberechnungen im Steuer-Leitfaden gezeigt.

Die wichtigsten Fragen zum Thema PV und Steuer schnell beantwortet

Wie muss ich eine Photovoltaikanlage versteuern?

Bei der steuerlichen Behandlung einer privaten Photovoltaikanlage sind folgende zwei Themen zu klären:
1. Ertragssteuer – Erzielt man mit seiner Photovoltaikanlage einen steuerlichen Gewinn oder nicht?
2. Umsatzsteuer – Möchte man die zu zahlende Umsatzsteuer auf die Anlage vom Finanzamt erstattet bekommen oder nicht?

Wann muss ich die Photovoltaikanlage beim Finanzamt anmelden?

Wenn du mit deiner Photovoltaikanlage Geld verdienst, musst du die Analge beim Finanzamt anmelden. Dazu benötigst du eine unternehmerische Steuernummer. Beantrage diese bei deinem zuständigen Finanzamt für den Betrieb einer Photovoltaikanlage. Du bekommst vom Finanzamt einen „Fragebogen zur steuerlichen Erfassung“, in dem neben deinen persönlichen Daten die voraussichtliche Höhe der Einnahmen bzw. des zu erwartenden Gewinns abgefragt werden.

Wie wird der Eigenverbrauch steuerlich behandelt?

Wie für alle anderen Dinge, die man sich privat kauft, muss man auch für seinen privat genutzten Solarstrom eine Umsatzsteuer zahlen. Nimmst du die volle Vorsteuererstattung beim Anlagenkauf in Anspruch, musst du für jede privat verbrauchte Kilowattstunde Solarstrom so viel Umsatzsteuer ans Finanzamt zahlen, wie du beim Zukauf des Stroms bezahlen müsstest.

Ist eine Gewerbeanmeldung für den Betrieb einer PV-Anlage notwendig?

Das Betreiben einer Photovoltaikanlage mit Gewinnerzielungsabsicht ist grundsätzlich eine gewerbliche Tätigkeit, daher wäre generell eine Gewerbeanmeldung notwendig. Gemeinden und Städte verzichten aber bei privaten Eigenheimanlagen aufgrund der geringen Einnahmen auf diese Anmeldepflicht. Steuerrechtlich handelt es sich bei den Einnahmen um Einkünfte aus einem Gewerbebetrieb und der Anlagenbetreiber unterliegt damit auch der Gewerbesteuer. Ein Freibetrag von 24.500 Euro (Gewinn) sorgt aber dafür, dass bei kleinen Photovoltaikanlagen keine Gewerbesteuer fällig wird.

Erhält man die Umsatzsteuer auch bei Stromspeichern zurück?

Erwirbst du zusammen mit der Photovoltaikanlage auch einen Stromspeicher, erhältst du auch für den Speicher die Umsatzsteuer zurück, denn zeitgleich gekauft zählen PV-Anlage und Speicher steuerrechtlich zu einem System, wenn Sie sie gewerblich betreiben und Strom ins Netz einspeisen. Hierzu solltest du auf jeden Fall die Regelbesteuerung wählen.

Kann die Speichernachrüstung steuerlich nutzen?

Dient der Stromspeicher einzig der Erhöhung deines privaten Eigenverbrauchs, kann man die Investitionskosten nicht über die Einkommensteuer absetzen. Die Umsatzsteuer wird ebenfalls nicht erstattet.

Steuerliche Behandlung von PV-Anlagen - Steuerberater Matthias Winkler zu Gast beim Solarstammtisch

Lust auf Photovoltaik aber nicht auf das lästige Thema Steuern? Das Thema Photovoltaik und Steuer beschäftigt früher oder später jeden Betreiber einer Photovoltaikanlage, denn wenn man eine Photovoltaikanlage auf dem eigenen Hausdach betreibt, einen Teil der gewonnenen Solarenergie ins öffentliche Stromnetz einspeiset und dafür eine Vergütung erhält, ist man in den Augen des Finanzamts ein gewerblich tätiger Unternehmer mit allen steuerlichen Rechten und Pflichten.
Zu Gast beim Solarstammtisch ist Steuerberater Matthias Winkler, der uns einen Enblick in das Thema steuerliche Behandlung von PV-Anlagen gibt.

Photovoltaik-Steuer-Leitfaden - kostenfreier Download

 

Das Thema Photovoltaik und Steuer soll dich nicht von der eigenen Stromversorgung abhalten. Wir haben versucht, das Thema Photovoltaik Steuer so verständlich wie möglich zu beschreiben und was du tun musst, um die steuerlichen Vorteile zu nutzen.

Hier bekommst du den Steuerleitfaden kostenfrei als PDF-Ausgabe. Der Leitfaden hilft dir mit Tipps aus der Praxis deine Photovoltaikanlage mit Stromspeicher richtig zu planen und zu realisieren.

Trage deine Kontaktdaten und deine E-Mail Adresse ein und wir senden dir den Leitfaden als PDF-Version kostenfrei sofort per Mail zu.

Fragen, die der PV-Steuerleitfaden beantwortet

  • Wo muss ich meine Photovoltaikanlage aus steuerrechtlicher Sicht anmelden?
  • Wie erhalte ich die Umsatzsteuer vom Finanzamt zurück?
  • Wie berechne ich den zu versteuernden Eigenverbrauch?
  • Ist eine Mitgliedschaft bei der IHK notwendig?
  • Kann man die Investitionen auch abschreiben?
  • Kann ich einen nachgerüsteten Stromspeicher steuerlich nutzen?
  • Wie muss ich die Steuer abführen?

Die Informationen auf dieser Seite und der Leitfaden stellen nur allgemeine und unverbindliche Information für Endkunden dar. Obwohl die Informationen mit größtmöglicher Sorgfalt erstellt wurden, besteht kein Anspruch auf sachliche Richtigkeit, Vollständigkeit und/oder Aktualität. Die Informationen ersetzen ausdrücklich keine steuerliche Beratung welche den individuellen Verhältnissen und Gegebenheiten Rechnung trägt.