Wärmepumpen Rechner: Stromverbrauch & Kostenvergleich in 60 Sekunden

Lohnt sich eine Wärmepumpe für dein Haus? Unser Wärmepumpen-Rechner vergleicht in 60 Sekunden Stromverbrauch, Kosten und Ersparnis mit deiner aktuellen Heizung, über die nächsten 20 Jahre.

Ein Notebook auf einem Tisch. Im Hintergrund eine Wärmepumpe. Auf dem Notebook ist ein Wärmepumpen Rechner geöffnet

Eine neue Gasheizung kann dich über die nächsten 20 Jahre tausende Euro extra kosten. Ein Grund dafür sind die steigenden CO₂-Abgaben, aber auch unvorhersehbare Konflikte wie die Hormus-Krise können für einen deutlichen Anstieg der Energiekosten sorgen. Genau deshalb wird die Heizungsfrage für viele Hausbesitzer zur Rechenaufgabe. Unser Wärmepumpen-Rechner zeigt dir, was auf dich zukommt: Du gibst Wohnfläche, Gebäudetyp und deine aktuelle Heizung ein und siehst in unter einer Minute, ob sich der Umstieg lohnt.

Jetzt direkt rechnen: der enerix Wärmepumpen-Rechner

Bevor wir die Zahlen erklären, kannst du sie selbst erzeugen. Der Rechner vergleicht deine aktuelle Heizung mit einer Wärmepumpe auf einer seriösen Datenbasis (Heizspiegel 2025, Ariadne-Report, BEHG).

Was ist ein Wärmepumpen-Rechner?

Ein Wärmepumpen-Rechner ist ein kostenloses Online-Tool. Aus wenigen Angaben schätzt er, wie viel Strom eine Wärmepumpe in deinem Haus braucht, was sie im Jahr kostet und wie viel du gegenüber deiner alten Heizung sparst. Viele Rechner stellen außerdem die Anschaffungskosten der Förderung gegenüber.

Wichtig ist, drei Rechner-Typen auseinanderzuhalten, die oft verwechselt werden. Ein Eignungs-Check prüft nur, ob dein Haus grundsätzlich passt. Ein Heizlastrechner schätzt die nötige Leistung in Kilowatt. Ein Wirtschaftlichkeitsrechner wie unser Wärmepumpen-Rechner geht weiter und beantwortet die Geldfrage: Was kostet mich die Wärmepumpe im Betrieb – und was spare ich über die Jahre?

Wichtig zu wissen: Online Tools, wie auch der enerix Wärmepumpen Rechner, ersetzen in keinem Fall eine fachgerechte Beratung durch einen spezialisierten Fachbetrieb. Sie sind eine Orientierungshilfe

Wie groß muss meine Wärmepumpe sein?

Eine grobe Faustformel für die Heizleistung: Wohnfläche × Heizlast pro Quadratmeter. Ein sanierter Altbau mit 150 m² und rund 0,05 kW/m² kommt so auf etwa 7,5 kW. Das ist aber nur ein Daumenwert für die Anlagengröße – für die Kosten zählt der jährliche Energieverbrauch, und den ermittelt unser Rechner deutlich genauer.

Statt grober Pauschalen nutzt der Rechner reale Verbrauchswerte nach Heizspiegel 2025 – passend zu Gebäudetyp, Wohnflächen-Klasse und Energieträger. Du wählst dafür einfach deinen Gebäudetyp:

Gebäudetyp Typischer Verbrauch (Erdgas)*
Neubau / KfW-Effizienzhaus ~60–65 kWh/(m²·a)
Gut gedämmt / saniert ~115 kWh/(m²·a)
Teilsaniert ~185 kWh/(m²·a)
Altbau, unsaniert (vor ~1979) ~215–240 kWh/(m²·a)

*Endenergie inkl. Warmwasser nach Heizspiegel 2025; andere Energieträger (Öl, Pellets, Fernwärme) mit eigenen Werten. Wer den Energieausweis zur Hand hat, kann alternativ direkt die Effizienzklasse (A+ bis H) wählen.

Bei der Dimensionierung gilt: lieber knapp richtig als großzügig zu groß. Eine überdimensionierte Wärmepumpe schaltet ständig ein und aus, der sogenannte Taktbetrieb, und verschleißt schneller. Eine zu kleine Anlage kommt im Winter an ihre Grenzen. Die genaue Auslegung übernimmt später ein Fachbetrieb mit einer Heizlastberechnung nach DIN EN 12831. Der Rechner liefert dir vorab die Orientierung.

Wie viel Strom verbraucht eine Wärmepumpe?

Den Stromverbrauch berechnest du, indem du den jährlichen Wärmebedarf durch die Jahresarbeitszahl (JAZ) teilst. Die JAZ sagt, wie viel Wärme die Anlage aus einer Kilowattstunde Strom macht. Bei einer Luft-Wasser-Wärmepumpe mit JAZ 3,5 (Standardwert nach VDI 4650) werden aus 1 kWh Strom rund 3,5 kWh Wärme – ein Wirkungsgrad von etwa 350 %. Möglich ist das, weil rund drei Viertel der Energie kostenlos aus der Umgebungsluft kommen.

Ein Rechenbeispiel macht es greifbar: Ein Haus mit 12.000 kWh Wärmebedarf im Jahr braucht bei JAZ 3,5 rund 3.430 kWh Strom. Mit einer effizienteren Sole-Wasser-Wärmepumpe (JAZ 4,5) sind es nur etwa 2.670 kWh. Die Wärmequelle entscheidet also spürbar mit:

Wärmepumpen-Typ JAZ (Standard) Stromverbrauch*
Luft-Wasser 3,5 ~3.430 kWh/a
Sole-Wasser (Erdsonde) 4,5 ~2.670 kWh/a
Wasser-Wasser (Grundwasser) 5,2 ~2.310 kWh/a

*Beispielrechnung bei 12.000 kWh Gesamt-Wärmebedarf. Quelle: enerix-Methodik nach VDI 4650.

Den größten Hebel hast du beim Strompreis: Wer den Strom für die Wärmepumpe mit einer eigenen Photovoltaik-Anlage erzeugt, ersetzt teuren Netzstrom (rund 27 ct/kWh) durch Solarstrom für etwa 10 ct/kWh. Deshalb empfiehlt dir unser Rechner gleich eine passende PV-Größe mit.

Was kostet eine Wärmepumpe – Anschaffung und Betrieb?

Bei den Kosten solltest du zwei Dinge auseinanderhalten: die einmalige Anschaffung und die laufenden Betriebskosten. Im laufenden Betrieb ist die Wärmepumpe schon heute günstiger. Unser Rechner leitet dabei beide Seiten aus demselben Wärmebedarf ab – die aktuelle Heizung über ihren Brennstoffverbrauch × Preis, die Wärmepumpe über Wärmebedarf ÷ JAZ × Strompreis. Für ein saniertes 150-m²-Haus mit Gas sind das grob 2.000 € Heizkosten im Jahr gegenüber rund 1.300 € mit der Wärmepumpe – ein Vorsprung von etwa 700 €, der über die Jahre wächst, weil Gas und Öl durch die CO₂-Abgabe Jahr für Jahr teurer werden.

Der Heizspiegel 2025 beruht auf Daten aus der Zeit vor der jüngsten Zuspitzung im Nahen Osten. 2026 sind die Energiekosten deutlich stärker gestiegen – das haben wir in unserem Wärmepumpen-Rechner bereits berücksichtigt. Du kannst die Berechnung wahlweise mit den Werten aus dem Heizspiegel 2025 starten oder dir über drei Szenarien ansehen, wie stark die Energiekosten weiter klettern, falls sich die Lage zuspitzt.

Im Rechner sind die Betriebskosten der spannende Teil, weil hier die CO₂-Abgabe wirkt. Fossile Brennstoffe werden Jahr für Jahr teurer, Wärmepumpen-Strom bleibt davon verschont. Die Anschaffung hängt dagegen stark vom Typ und vom Zustand deines Hauses ab und sie sinkt durch die Förderung deutlich (dazu gleich mehr).

Lohnt sich eine Wärmepumpe? Die 20-Jahres-Rechnung

Ob sich eine Wärmepumpe lohnt, zeigt sich nicht im ersten Jahr, sondern über die ganze Laufzeit und hier zieht der CO₂-Preis die Kurven auseinander. Seit 2021 fällt auf Gas und Öl eine CO₂-Abgabe an. Ab Mitte 2026 soll der Preis voraussichtlich erstmals am Markt gebildet werden, im diskutierten Korridor von 55–65 € pro Tonne (§ 10 BEHG). Bis 2030 erwartet der Ariadne-Report einen Anstieg auf rund 120 € pro Tonne.

Was das bedeutet, zeigen die aufsummierten Kosten über 20 Jahre. Die Wärmepumpe (vor allem mit PV-Strom) steigt flach, eine fossile Heizung klettert dagegen steil nach oben:


Unser Wärmepumpen-Rechner rechnet diesen CO₂-Pfad bewusst getrennt vom reinen Energiepreis. So wird der Anstieg nicht doppelt gezählt. Das Ergebnis bleibt somit realistisch und beschönigt nicht, wie sehr eine neue Gasheizung über 20 Jahre zum finanziellen Risiko wird. Für ein typisches Einfamilienhaus kommen so oft fünfstellige Einsparungen zusammen.

Förderung 2025/2026 richtig einrechnen

Die Förderung ist der größte Hebel bei der Anschaffung und der Grund, warum manche Online-Rechner die Wirtschaftlichkeit zu pessimistisch zeigen. Über das KfW-Programm 458 bekommst du bis zu 70 % Zuschuss auf die förderfähigen Kosten, gedeckelt auf 30.000 € für die erste Wohneinheit.

Der Zuschuss setzt sich aus mehreren Bausteinen zusammen:

Förderbaustein Höhe Voraussetzung
Grundförderung 30 % für alle Antragsteller
Effizienz-Bonus 5 % natürliche Kältemittel oder Erd-/Wasserquelle
Klima-Geschwindigkeits-Bonus 20 % Austausch alter fossiler Heizung
Einkommens-Bonus 30 % zu versteuerndes Haushaltseinkommen bis 40.000 €

Maximal sind 70 % kombinierbar (Grund- plus Geschwindigkeits- plus Einkommens-Bonus). Wichtig: Stell den Förderantrag bei der KfW, bevor du den Liefer- oder Leistungsvertrag unterschreibst. Unser Wärmepumpen-Rechner rechnet diese Förderung schon ein und zeigt dir Eigenanteil und Amortisationszeit direkt an – ohne dass du selbst nachrechnen musst.

Wärmepumpe gegen Gas- und Ölheizung im Rechner-Vergleich

Im direkten Vergleich gewinnt die Wärmepumpe bei den Betriebskosten, weil ihr „Brennstoff“ Strom nicht der CO₂-Abgabe unterliegt. Gas und Öl tragen diesen Aufschlag – und der steigt bis 2030 spürbar. Genau diesen Unterschied macht ein Wärmepumpen-Rechner sichtbar, indem er beide Kurven nebeneinanderlegt.

Ein fairer Vergleich schaut aber auf mehr als den Preis. Eine Wärmepumpe spielt ihre Stärke bei niedriger Vorlauftemperatur aus, also wenn das Heizwasser nicht sehr heiß sein muss, wie bei einer Fußbodenheizung oder großen Heizkörpern. In einem unsanierten Altbau mit hohen Vorlauftemperaturen sinkt die JAZ, der Stromverbrauch steigt und der Kostenvorteil schrumpft. Deshalb ist die Eignung deines Hauses der nächste Punkt.

Für welches Haus eignet sich eine Wärmepumpe?

Am besten passen gut bis mittelmäßig gedämmte Häuser (Effizienzklasse A+ bis D). Hier arbeitet die Wärmepumpe mit niedriger Vorlauftemperatur und hoher JAZ. Ein guter Wärmepumpen Rechner sollte dich warnen, wenn dein Gebäude an die Grenze kommt, statt dir unrealistische Ersparnisse zu versprechen.

Unser Rechner nutzt dafür klare Warnstufen – je nachdem, ob du deinen Gebäudetyp oder die Energieausweis-Klasse angibst. Bei einem teilsanierten Haus (Klasse E oder F) weist er darauf hin, dass die JAZ realistisch nur bei 2,5–3,0 liegt und der Stromverbrauch 25–40 % höher ausfällt. Bei einem unsanierten Altbau (Klasse G oder H) ist eine Wärmepumpe aktuell nicht empfehlenswert, weil dann Vorlauftemperaturen von 65–70 °C nötig wären. In diesen Fällen lohnt sich zuerst eine Teilsanierung, wie zum Beispiel neue Fenster, eine gedämmte oberste Geschossdecke oder größere Heizflächen.

So rechnet unser Wärmepumpen Rechner – die Methodik transparent

Damit du dem Ergebnis vertrauen kannst, legen wir die Rechenlogik offen. Alle wichtigen Werte stammen aus offiziellen Quellen wie dem Heizspiegel 2025 und der Norm VDI 4650. Aus deinen Eingaben entsteht das Ergebnis in fünf nachvollziehbaren Schritten:

  1. Wärmebedarf = Wohnfläche × realer Verbrauch nach Heizspiegel 2025 (je Gebäudetyp bzw. Effizienzklasse × Größenklasse × Energieträger) × Wirkungsgrad der Heizung. Warmwasser ist im Heizspiegel-Wert bereits enthalten.
  2. Stromverbrauch der Wärmepumpe = Wärmebedarf ÷ Jahresarbeitszahl (Luft-Wasser 3,5 / Sole 4,5 / Wasser 5,2 – angepasst an Wärmeverteilung und Dämmstandard).
  3. Gesamt-Strombedarf = Wärmepumpen-Strom + Haushaltsstrom (aus der Bewohnerzahl abgeleitet) + optional E-Auto (2.500 kWh).
  4. Heizkostenvergleich = beide Seiten aus demselben Wärmebedarf (Brennstoffverbrauch × Preis gegenüber Wärmepumpen-Strom × Strompreis).
  5. 20-Jahres-Kosten: Bei fossilen Heizungen wächst der Energie-Anteil mit der Szenario-Rate, der CO₂-Anteil folgt separat dem Pfad von 55 €/t (2025) auf 120 €/t (2030).

Für die Wirtschaftlichkeit stellt der Rechner die Anschaffung (rund 40.000 € für eine Luft-Wasser-Wärmepumpe) der KfW-Förderung (bis 70 %, maximal 21.000 € Zuschuss) gegenüber und berechnet daraus die Amortisationszeit auf deinen Eigenanteil – vorsichtig gerechnet inklusive 250 € Wartung pro Jahr. Steht deine alte Heizung ohnehin zum Austausch an, rechnet der Rechner zusätzlich nur die Mehrkosten gegenüber einer neuen Gas- oder Ölheizung (die sogenannten Sowieso-Kosten) – dann amortisiert sich die Wärmepumpe noch deutlich schneller. Alle Zahlen in diesem Ratgeber entsprechen genau den Werten im Rechner.

Wert im Rechner Quelle
Heizkosten je Heizungsart Heizspiegel 2025 (co2online / BMWK)
JAZ je Wärmepumpen-Typ VDI 4650
CO₂-Preis-Pfad & Emissionsfaktoren § 10 BEHG, EBeV 2030, Ariadne
Förderquoten KfW-Programm 458
Regionale PV-Erträge DWD-Globalstrahlung

Wie wir die Szenarien rechnen – und woher die Daten für 2026 kommen

Die drei Preisszenarien: Weil niemand die Energiepreise der nächsten 20 Jahre exakt kennt, rechnen wir nicht mit einer einzigen Annahme, sondern mit drei Szenarien. Sie wirken jeweils auf den Energie-Anteil der fossilen Heizungen (Gas/Öl); der CO₂-Preis wird davon getrennt modelliert (siehe unten):

  • Entspannung – Preise normalisieren sich: +1,5 %/Jahr
  • Stabilisierung – hohes Niveau bleibt: +2,5 %/Jahr
  • Eskalation – Preise steigen dauerhaft stärker: +4 %/Jahr

Wärmepumpen-Strom und Holzpellets steigen in allen Szenarien konstant mit +1,5 %/Jahr (konservative Strompreisprognose), Fernwärme mit +2,0 %/Jahr. So bleibt der Wärmepumpen-Vorteil über 20 Jahre realistisch und nicht schöngerechnet.

Warum der CO₂-Preis separat läuft

Den CO₂-Aufschlag multiplizieren wir nicht einfach mit der Szenario-Rate – das würde den steilen politischen Preispfad systematisch unterschätzen. Stattdessen folgt er einem eigenen, gestützten Pfad: 55 €/t (2025) → 65 €/t (2026/2027) → 50 €/t (2028, ETS-2-Preisbremse) → 85 €/t (2029) → 120 €/t (2030), danach +13 €/t pro Jahr (Deckel 200 €/t). Zwischen den Stützstellen interpolieren wir linear.

Die Datenbasis für 2026

Ab dem 1. Juli 2026 wird der CO₂-Preis erstmals an der Energiebörse versteigert (statt Festpreis). Wir setzen mit 65 €/t das obere Ende des politisch beschlossenen Korridors von 55–65 €/t an (§ 10 BEHG, Auktionsstart). Für Gas bedeutet das einen CO₂-Anteil von rund 1,40 ct/kWh, für Heizöl rund 20,7 ct/Liter (Emissionsfaktoren nach Anlage 2 EBeV 2030, inkl. 19 % MwSt.).

Was der Rechner nicht ersetzt

Auch unser Wärmepumpen-Rechner ist ein Orientierungswerkzeug und keine Detailplanung. Er gibt dir eine fundierte erste Einschätzung. Für die konkrete Anlage braucht ein Fachbetrieb aber zusätzliche, objektgenaue Berechnungen. Wer das verwechselt, riskiert eine falsch ausgelegte Anlage.

Vor dem Einbau gehören dazu mehrere Prüfungen, die kein Online-Tool leisten kann:

  • Heizlastberechnung nach DIN EN 12831 – die exakte Leistung für dein Gebäude
  • Hydraulischer Abgleich der bestehenden Heizflächen
  • 50-Grad-Test zur Verträglichkeit mit niedriger Vorlauftemperatur
  • Schallgutachten für den Aufstellort (je nach Standort)
  • Dachstatik und Verschattungsanalyse bei einer PV-Kopplung

Genau dafür gibt es nach dem Rechner den nächsten Schritt: die persönliche Beratung.

Häufige Fragen zum Wärmepumpen-Rechner

Wie groß muss meine Wärmepumpe für 150 qm sein?

Als Faustformel rechnest du Wohnfläche mal Wärmebedarf pro m². Bei 150 m² saniertem Altbau (rund 0,05 kW/m²) sind das etwa 7,5 kW Heizleistung. Der genaue Wert hängt vom Dämmstandard ab – ein Neubau braucht deutlich weniger, ein unsanierter Altbau mehr.

Wie viel Strom braucht eine 10-kW-Wärmepumpe im Jahr?

Das hängt vom Wärmebedarf und der JAZ ab, nicht allein von der Nennleistung. Bei etwa 20.000 kWh Wärmebedarf und JAZ 3,5 sind es rund 5.700 kWh Strom im Jahr. Mit einer effizienteren Sole-Wärmepumpe (JAZ 4,5) sinkt der Verbrauch auf etwa 4.400 kWh. Mit einem günstigen Wärmepumpen-Stromtarif zahlst du dafür weniger als für normalen Haushaltsstrom.

Was kostet eine 10-kW-Wärmepumpe mit Einbau?

Die Investition schwankt je nach Typ und Aufwand stark; vor Förderung liegt sie bei Luft-Wasser-Geräten oft im mittleren fünfstelligen Bereich. Entscheidend ist die Förderung: Über das KfW-Programm 458 sind bis zu 70 % Zuschuss möglich. Das senkt die Anschaffung deutlich.

Ist es besser, eine Wärmepumpe zu klein oder zu groß zu dimensionieren?

Tendenziell ist eine leichte Unterdimensionierung günstiger. Eine zu große Wärmepumpe schaltet ständig ein und aus (Taktbetrieb), verschleißt schneller und arbeitet ineffizient. Lastspitzen fängt ein kleiner Heizstab ab. Die genaue Auslegung übernimmt der Fachbetrieb per Heizlastberechnung.

Ist die KfW-Förderung im Rechner-Ergebnis enthalten?

Ja. Der Rechner ermittelt deine individuelle Förderquote nach KfW 458 (bis zu 70 %) und zieht den Zuschuss von der Anschaffung ab. Die angezeigte Amortisationszeit bezieht sich auf deinen Eigenanteil – eine eigene Nebenrechnung brauchst du nicht.

Ist der Wärmepumpen-Rechner kostenlos und ohne Anmeldung?

Ja. Der enerix-Wärmepumpen-Rechner ist kostenlos und ohne Anmeldung nutzbar. Du gibst deine Eckdaten ein und bekommst sofort eine Schätzung zu Stromverbrauch, Betriebskosten, 20-Jahres-Ersparnis und passender PV-Größe – auf Basis offizieller Daten.

Fazit: erst rechnen, dann beraten lassen

Ein Wärmepumpen-Rechner verschafft dir in unter einer Minute Klarheit über die drei wichtigsten Fragen: Stromverbrauch, Betriebskosten und Ersparnis gegenüber deiner alten Heizung. Das Wichtigste zusammengefasst:

  • Der Stromverbrauch hängt an der JAZ – je höher, desto weniger Netzstrom brauchst du.
  • Der echte Kostenvorteil zeigt sich über 20 Jahre, weil der CO₂-Preis Gas und Öl verteuert.
  • Mit KfW-Förderung (bis 70 %) und eigener PV-Anlage wird die Rechnung noch besser.
  • Der Rechner ersetzt keine Heizlastberechnung – aber er sagt dir, ob sich der nächste Schritt lohnt.

Nutze den Rechner oben für deine persönliche Einschätzung. Wenn das Ergebnis überzeugt, prüft ein regionaler enerix-Partner es kostenlos im Detail.


Quellen

  • co2online / BMWK, Heizspiegel 2025 (Heizkosten je Heizungsart), abgerufen 2026-06-23, https://www.heizspiegel.de
  • VDI 4650, Berechnung der Jahresarbeitszahl von Wärmepumpen (JAZ-Standardwerte), abgerufen 2026-06-23
  • § 10 BEHG, CO₂-Preis-Korridor 2026/2027 und Auktionsstart 1. Juli 2026, abgerufen 2026-06-23, https://www.gesetze-im-internet.de/behg
  • Kopernikus-Projekt Ariadne, Report zur Strom- und CO₂-Preisentwicklung 2025–2045, abgerufen 2026-06-23, https://ariadneprojekt.de
  • KfW, Programm 458 „Heizungsförderung für Privatpersonen“, abgerufen 2026-06-23, https://www.kfw.de/458
  • enerix Alternative Energietechnik, Wärmepumpen-Rechner – Methodik (Version 2.11, Datenstand 2025/2026)
  • Finanztip CO₂-Ratgeber (Jan. 2026)

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