Startseite • Ratgeber • Hochtemperatur Wärmepumpe im Altbau: Wann sie sich wirklich lohnt Hochtemperatur Wärmepumpe im Altbau: Wann sie sich wirklich lohnt Eine Hochtemperatur-Wärmepumpe kann im Altbau eine pragmatische Lösung sein: Heizkörper bleiben nutzbar, Sanierungsaufwand sinkt. Mit Photovoltaik und individueller Rechnung wird die Wirtschaftlichkeit oft deutlich besser Lucas Flügel 17 Feb. 2026 ・12 Min Lesezeit Teilen InhaltsverzeichnisWas unterscheidet eine normale von einer Hochtemperatur -Wärmepumpe?Wie funktioniert eine Hochtemperatur Wärmepumpe?Die Kosten über 20 Jahre im direkten VergleichFür wen ist eine Hochtemperatur-Wärmepumpe die richtige Lösung?Die Nachteile: Geringe Effizienz und hohe StromkostenDie Lösung für hohe Stromkosten: Photovoltaik als Schlüssel zur WirtschaftlichkeitCheckliste: Ist die Hochtemperatur Wärmepumpe die richtige Wahl für dein Haus?Fazit: Keine Universallösung für Altbau-BesitzerFAQ- Die wichtigsten Fragen Stehst du vor der Entscheidung, deine alte Heizung im Altbau zu ersetzen? Dann hast du sicher schon von der Hochtemperatur Wärmepumpe gehört. Sie wird oft als die Lösung beworben, die dir eine aufwendige Sanierung erspart. Aber ist sie wirklich die Rettung für dein unsaniertes Haus oder am Ende doch eine Kostenfalle durch hohe Strompreise? Wir vergleichen die Hochtemperatur-Wärmepumpe in einer 20-Jahres-Analyse direkt mit den Alternativen: einer Standard-Wärmepumpe oder einer neuen Gasheizung. Am Ende dieses Ratgebers wirst du genau wissen, welche Option sich für dich und dein Haus wirklich rechnet. Das wichtigste Zuerst Hochtemperatur-Wärmepumpen erreichen Vorlauftemperaturen über 70 °C durch Kaskadenschaltungen oder spezielle Kältemittel und ermöglichen die Weiterverwendung bestehender Heizung im Altbau. Hochtemperatur-Wärmepumpen verursachen oft hohe Kosten durch hohen Energiebedarf Sanierung mit Standard-Wärmepumpen ist wirtschaftlicher & günstiger Eine PV-Anlage kann für einen günstigeren Betrieb der Wärmepumpe sorgen Was unterscheidet eine normale von einer Hochtemperatur -Wärmepumpe? Eine Standard-Wärmepumpe kann heutzutage, je nach Dämmung und Gebäudeart, mit einer Kilowattstunde Strom auch 4 Kilowattstunden Wärme erzeugen. Die benötigte Wärmeenergie kommt zu zwei Dritteln aus der Wärmequelle, der Rest wird über den Strombezug geregelt. Eine Hochtemperatur-Wärmepumpe ist eine spezialisierte Wärmepumpe, die gezielt dafür entwickelt wurde, hohe Vorlauftemperaturen zu erzeugen. Während konventionelle Wärmepumpen am effizientesten bei niedrigen Temperaturen arbeiten und maximal 55 bis 75 Grad Celsius erreichen, können Hochtemperatur-Wärmepumpen (HT-WP) das Wasser auf 80 bis 100 Grad Celsius erhitzen. Dafür ist der Energiequotient aber deutlich niedriger. Denn je größer der sogenannte Temperaturhub, das ist der Unterschied zwischen der Umgebungstemperatur und der gewünschten Heiztemperatur, desto mehr Strom benötigt die Wärmepumpe. Bis zu 40 % zusätzlichen Strom benötigt die Wärmepumpe, um auf die benötigte Temperatur heizen zu können. Daher kommen sie vor allem in Altbauten zum Einsatz, bei denen der Austausch der Heizkörper nicht ohne weiteres stattfinden kann. Sie nutzen die Umweltwärme und Abwärme so effizient, dass herkömmliche Radiatoren ohne Fußbodenheizung weiterverwendet werden können. Das spart Hausbesitzern hohe Sanierungskosten und vermeidet Baustellen im bewohnten Bereich. Normale Wärmepumpen können bei den benötigten Vorlauftemperaturen von über 55° Celsius im unsanierten Altbau schnell an ihre Grenzen stoßen. Wie funktioniert eine Hochtemperatur Wärmepumpe? Im Grunde funktioniert sie wie jede andere Wärmepumpe auch, entzieht also der Umwelt (Wärmequellen: Luft, Erdreich oder Wasser) Wärme. Im Verdampfer wird ein Kältemittel erwärmt, bis es gasförmig wird. Ein Verdichter erhöht den Druck und damit die Temperatur des Kältemittel-Gases. Im Verflüssiger gibt das heiße Gas seine Wärme an das Heizsystem ab und wird wieder ein flüssiges Kältemittel. Es gibt aber entscheidende Unterschiede: Zweistufiger Prozess: Statt einem gibt es meist zwei hintereinandergeschaltete Kältemittel-Kreisläufe (Kaskadenschaltung). Der erste Kreislauf hebt die aus der Umwelt gewonnene Wärme durch das Kältemittel auf ein mittleres Temperaturniveau an. Der zweite Kreislauf nutzt diese Wärme als Basis, um sie auf die endgültig hohe Vorlauftemperatur zu verdichten. Spezielle Bauteile: Der Verdichter und der Verflüssiger sind für den höheren Betriebsdruck und die thermische Belastung robuster ausgelegt als bei Standardmodellen. Besondere Kältemittel: Es kommen oft spezielle Kältemittel wie CO₂ (R744) oder Propan (R290) zum Einsatz, die aufgrund ihrer thermodynamischen Eigenschaften unter hohem Druck sehr hohe Temperaturen effizient erreichen können. Diese technischen Kniffe erlauben es der Pumpe, das Heizwasser auf die hohe Vorlauftemperatur zu erhitzen. Was ist eine Kaskadenschaltung? Bei dieser Art der Schaltung werden zwei separate Stromzähler hintereinander im Schaltplan in Reihe geschaltet, um den unterschiedlichen Bezug von eigenem PV Strom und Netzstrom messbar zu machen. Das bedeutet für dich in der Praxis: Deine alten, massiven Guss- oder Rippenheizkörper, die für den Betrieb mit einer Heizung mit Öl- oder Heizgas ausgelegt sind, können in den meisten Fällen einfach weiterverwendet werden. Du ersparst dir damit den Austausch der kompletten Heizanlage und die damit verbundenen Bauarbeiten im ganzen Haus. Die Kosten über 20 Jahre im direkten Vergleich Die Anschaffungskosten der Wärmepumpe sind nur die halbe Wahrheit. Eine Heizung ist eine Investition für die nächsten 20 Jahre. Deshalb schauen wir uns jetzt an, was dich die verschiedenen Systeme wirklich über die gesamte Lebensdauer kosten. Um das fair zu vergleichen, betrachten wir drei typische Szenarien für ein Einfamilienhaus im Altbau (150 m², 20.000 kWh Wärmebedarf pro Jahr). Wir berücksichtigen dabei alles: die Anschaffung, die Installation, die maximal mögliche Förderung, die Wartung und natürlich die geschätzten Energiekosten über 20 Jahre. So schaffen wir eine ehrliche finanzielle Entscheidungsgrundlage. Drei Szenarien im Vergleich: Ob du nun eine Sanierung durchführst, es bei deinem unsanierten Haus belässt und eine Hochtemperatur Wärmepumpe einbaust oder doch bei einer Gasheizung bleibst: Alle Szenarien sind mit Kosten verbunden, die wir hier gegenüberstellen: Hochtemperatur-Wärmepumpe (ohne Sanierung)Sanierung + Standard-WärmepumpeNeue Gasheizung (Referenz)Anschaffung & Installation30.000 €25.000 €12.000 €Sanierungskosten (Dach, Fenster)40.000 €EffizienzJAZ 2,8JAZ 4,0Energieverbrauch/Jahr7.143 kWh Strom (20.000 / 2,8)3.500 kWh Strom (14.000 / 4,0)20.000 kWh GasEnergiekosten über 20 Jahre57.144 € (0,40 €/kWh)28.000 € (0,40 €/kWh)60.000 € (0,15 €/kWh)Gesamtkosten über 20 Jahre87.144 €68.000 €72.000 € Förderungen und potenzielle CO₂-Kosten sind in dieser Vergleichstabelle bewusst nicht berücksichtigt und können die Gesamtkosten je nach Szenario zusätzlich deutlich verändern. Unterm Strich zeigt sich: Eine Gebäudesanierung mit einer neuen Wärmepumpe ist nicht nur am kostengünstigsten, sondern ist auf lange Zeit gesehen auch am effektivsten. So ist der Betrieb einer herkömmlichen Wärmepumpe nur halb so kostenintensiv, wie der einer Hochtemperatur Wärmepumpe. Wann rechnet sich eine Hochtemperatur-Wärmepumpe?: In den meisten Fällen rechnet sich eine Hochtemperatur-Wärmepumpe wirtschaftlich nicht, da die extrem hohen Betriebskosten die Einsparungen bei der Sanierung langfristig neutralisieren. Um eine Kostenexplosion durch hohen Stromverbrauch zu vermeiden, ist eine energetische Gebäudesanierung fast immer die rentablere Wahl. Nur bei technischer Unmöglichkeit einer Renovierung kann sie als Notlösung fungieren. Welche Option ist am wirtschaftlichsten? SzenarioInvestition*EnergiekostenGesamtkostenHochtemperatur-WP (ohne Sanierung)30.000 €57.144 €ca. 87.144 €Standard-WP (mit Sanierung)40.000 €28.000 €ca. 68.000 €Neue Gasheizung12.000 €70.000 €ca. 82.000 € *Die Berechnung der Investitionssumme erfolgt unter Annahme einer genehmigten Förderung. ** Die Energie & Gesamtkosten sind auf 20 Jahre hochgerechnet worden Obwohl die anfängliche Investition am höchsten ist, ist der Einbau einer effizienten Standard-Wärmepumpe über 20 Jahre die wirtschaftlichste Lösung, sofern das Geld für eine Renovierung in die Hand genommen wird. Die Hochtemperatur-Wärmepumpe landet aufgrund der hohen Betriebskosten sogar hinter der Gasheizung. Für wen ist eine Hochtemperatur-Wärmepumpe die richtige Lösung? Eine Hochtemperatur-Wärmepumpe ist keine universelle Lösung, sondern eine gezielte Antwort auf spezifische Anwendungsfälle. Für Neubauten oder energetisch hochwertig sanierte Gebäude ist sie nicht die richtige Wahl, da hier niedrigere und damit effizientere Vorlauftemperaturen ausreichen. Trotz der hohen Betriebskosten gibt es Situationen, in denen eine Hochtemperatur-Wärmepumpe eine sinnvolle Option sein kann. Gebäude mit klassischen Heizkörpern Der größte Pluspunkt liegt in der Kompatibilität, da du nicht das gesamte Heizsystem umkrempeln musst. Die hohen Vorlauftemperaturen sorgen dafür, dass deine bestehenden Heizkörper die Räume auch an kalten Wintertagen warm bekommen. Das erspart dir eine massive Sanierungsmaßnahme, bei der Wände aufgestemmt und neue Leitungen verlegt werden müssten. Unsanierte oder teilsanierte Altbauten Gerade bei teilsanierten Altbauten muss nur etwa jeder 10 Heizkörper getauscht werden. Eine Hochtemperatur Wärmepumpe ist dann höchstwahrscheinlich auszuschließen. Ob auch eine Standard-Luft-Wasser-Wärmepumpe in deinem Altbau funktioniert, kannst du ganz einfach selbst überprüfen, indem du die Vorlauftemperatur deiner Heizung bei kalten Temperaturen auf 55 Grad begrenzt. Dann schaust du, ob die Räume bei aufgedrehten Ventilen immer noch ausreichend warm werden. Ist das der Fall, kann eine Wärmepumpe mit niedrigeren Vorlauftemperaturen durchaus die bessere Lösung sein. Der 50 Grad Test zeigt, ob eine Wärmepumpe in deinem Haus effizient arbeitet oder alte Heizkörper getauscht werden müssen. Mehrfamilienhäuser und Gewerbe In größeren Gebäuden oder im gewerblichen Bereich spielt die Hochtemperatur-Wärmepumpe ihre Stärken ebenfalls aus. In Mehrfamilienhäusern sorgt sie für eine hygienische Warmwasserversorgung, da zur Vermeidung von Legionellenbildung regelmäßig Temperaturen von über 60 °C erreicht werden müssen. In der Industrie kann sie sogar für Prozesswärme mit Temperaturen von bis zu 200 °C genutzt werden. Die Nachteile: Geringe Effizienz und hohe Stromkosten Eine Lösung ohne Nachteile gibt es nicht. Und gerade bei der Hochtemperatur-Wärmepumpe ist es entscheidend, Schwachstellen zu kennen, bevor du dich entscheidest. Physikalisch ist es so: Je größer der Temperaturunterschied zwischen der Wärmequelle (z.B. Außenluft bei -5 °C) und der Vorlauftemperatur (z.B. 70 °C), desto mehr Arbeit muss die Wärmepumpe leisten. Das treibt den Stromverbrauch in die Höhe und senkt die Effizienz. Die Effizienz wird meist in der Jahresarbeitszahl (JAZ) angegeben. Wie diese Zahl berechnet wird und was sich genau dahinter verbirgt erfährst du hier: Jahresarbeitszahl der Wärmepumpe. Hochtemperatur und Standard Wärmepumpe im Vergleich: Hochtemperatur-WP (JAZ 2,8): Benötigt für 20.000 kWh Wärme rund 7.143 kWh Strom.Standard-WP (JAZ 4,0): Benötigt für die gleiche Wärmemenge nur 5.000 kWh Strom. Das sind über 2.000 kWh Strom pro Jahr oder rund 800 € Mehrkosten bei einem Strompreis von 40 Cent. Wie eine groß angelegte Studie des Fraunhofer ISE in Bestandsgebäuden zeigt, ist die Effizienz in der Praxis der entscheidende Hebel für die Wirtschaftlichkeit. Förderung nicht immer möglich Grundsätzlich sind Hochtemperatur-Wärmepumpen nach den aktuellen Fördermöglichkeiten für Wärmepumpen förderfähig. Allerdings erreichen Hochtemperatur-Wärmepumpe mitunter Jahresarbeitszahlen von unter 3. Effizienzanforderungen werden dann nicht erfüllt. Die Lösung für hohe Stromkosten: Photovoltaik als Schlüssel zur Wirtschaftlichkeit Die hohen Kosten für Strom sind der größte Nachteil. Aber was, wenn du deinen Strom einfach selbst produzierst? Mit einer Photovoltaikanlage kannst du deine Wärmepumpe direkt vom Dach aus versorgen. Jede Kilowattstunde Solarstrom, kostet dich nur die Gestehungskosten von ca. 10-12 Cent statt der 35-40 Cent aus dem Netz. Solarstrom oder Netzstrom: Ein einfaches Rechenbeispiel: Wenn du von den 7.143 kWh Jahresstrombedarf deiner Wärmepumpe nur 30 % (ca. 2.140 kWh) mit eigenem Solarstrom decken kannst, sparst du bereits über 600 € pro Jahr. Über 20 Jahre sind das 12.000 €. Checkliste: Ist die Hochtemperatur Wärmepumpe die richtige Wahl für dein Haus? Mit dieser Checkliste kannst du schnell einschätzen, ob diese spezielle Lösung für dich infrage kommt. Je mehr Fragen du mit „Ja“ beantwortest, desto eher könnte sie eine Überlegung wert sein. Ist eine umfassende energetische Renovierung deines Hauses (z.B. aus Kostengründen, Denkmalschutz) in den nächsten Jahren für dich ausgeschlossen? Benötigt dein aktuelles Heizsystem mit den vorhandenen Heizkörpern eine Vorlauftemperatur von über 55 °C, um das Haus warm zu bekommen? Hast du eine ausreichend große und geeignete Dachfläche für eine Photovoltaik-Anlage (mind. 10 kWp), um die hohen Kosten für Strom abzufedern? Bist du bereit, langfristig höhere Betriebskosten in Kauf zu nehmen als bei der Alternative mit Renovierung? Ist dir die Unabhängigkeit von Gas und Öl wichtiger als die maximal mögliche Effizienz und die niedrigsten Betriebskosten? Fazit: Keine Universallösung für Altbau-Besitzer Die Hochtemperatur Wärmepumpe ist keine Universallösung, sondern eine Nischenlösung für ganz bestimmte Fälle. Sie ist dann eine Option, wenn eine energetische Renovierung absolut nicht möglich oder gewünscht ist und gleichzeitig eine große Photovoltaik-Anlage die unweigerlich höheren Stromkosten abfedern kann. In den allermeisten Fällen ist es langfristig die klügere und wirtschaftlichere Entscheidung, in die Gebäudehülle zu investieren und dann eine Standard-Wärmepumpe einzusetzen. Die anfänglich höheren Kosten zahlen sich durch niedrigere Energiekosten und höhere Förderungen über die Jahre mehr als aus. FAQ- Die wichtigsten Fragen Wie hoch sind die Stromkosten einer Hochtemperatur-Wärmepumpe? Die jährlichen Stromkosten einer Hochtemperatur-Wärmepumpe liegen bei einem Wärmebedarf von 20.000 kWh oft zwischen 2.500 € und 3.000 €. Dies basiert auf einem Stromverbrauch von über 7.000 kWh und aktuellen Preisen von ca. 35–40 Cent/kWh. Damit fallen die Kosten deutlich höher aus als bei Standard-Wärmepumpen in sanierten Gebäuden Wann lohnt sich eine Hochtemperatur-Wärmepumpe im Altbau? Eine Hochtemperatur-Wärmepumpe lohnt sich vor allem dann, wenn eine energetische Sanierung oder der Heizkörpertausch technisch nicht möglich oder kurzfristig nicht gewünscht ist. Da die Betriebskosten durch den höheren Stromverbrauch über denen einer Standard-Wärmepumpe liegen, ist sie meist erst in Kombination mit einer PV-Anlage wirtschaftlich sinnvoll. Sie dient somit als effektive Brückentechnologie für den fossilfreien Betrieb in unsanierten Bestandsgebäuden. Kann man alte Heizkörper mit einer Hochtemperatur-Wärmepumpe weiter nutzen? Ja, alte Guss- oder Rippenheizkörper lassen sich weiter nutzen, da Hochtemperatur-Wärmepumpen Vorlauftemperaturen von 70 °C und mehr liefern. In teilsanierten Gebäuden reichen oft schon 55 °C aus, wodurch auch effizientere Standard-Wärmepumpen infrage kommen könnten. Ein Vorab-Check klärt, ob der Austausch einzelner Heizkörper wirtschaftlicher ist als der Betrieb einer Hochtemperatur-Anlage. Was ist langfristig günstiger: Hochtemperatur-Wärmepumpe oder Sanierung? Über einen Zeitraum von 20 Jahren ist die Kombination aus energetischer Sanierung und Standard-Wärmepumpe fast immer die wirtschaftlichste Lösung. Während Hochtemperatur-Wärmepumpen initial durch geringere Umbaukosten locken, führen sie langfristig zu deutlich höheren Stromkosten. Die Investition in die Sanierung gleicht sich durch die massiv sinkenden Betriebskosten einer effizienten Standard-Wärmepumpe dauerhaft aus. Wird eine Hochtemperatur-Wärmepumpe staatlich gefördert? Ja, Hochtemperatur-Wärmepumpen sind mit bis zu 70 % (max. 30.000 €) förderfähig, sofern sie die technischen Mindestanforderungen erfüllen. Entscheidend ist das Erreichen der Mindest-Jahresarbeitszahl (JAZ), da die Förderung sonst reduziert werden oder ganz wegfallen kann. Eine Vorab-Prüfung des spezifischen Modells und der Einbausituation ist daher zwingend erforderlich. Lucas Flügel Lucas Flügel ist seit Januar 2023 bei enerix für die Außenkommunikation verantwortlich. Sein Studium der Politikwissenschaft und Geschichte im Bachelor und Demokratiewissenschaft im Master, absolvierte der gebürtige Münchner an der Universität... Erfahre mehr über mich Das könnte dich auch interessieren Solaranlage auf dem Trapezblechdach: 7 häufige Fehler Der Ratgeber zeigt, worauf es bei einer Solaranlage auf Trapezblechdach wirklich ankommt: statische Anforderungen, geeignete Befestigungssysteme, thermische Ausdehnung, Dichtigkeit und typische Montagefehler. 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