Solaranlage auf dem Trapezblechdach: 7 häufige Fehler

Der Ratgeber zeigt, worauf es bei einer Solaranlage auf Trapezblechdach wirklich ankommt: statische Anforderungen, geeignete Befestigungssysteme, thermische Ausdehnung, Dichtigkeit und typische Montagefehler. Verständlich erklärt für dauerhaft sichere und wirtschaftliche PV-Anlagen.

Photovoltaik auf einem Dach aus Trapezblech


Eine sichere Montage von Solaranlagen auf Trapezblechdächern basiert auf drei unverhandelbaren Säulen: der statischen Eignung des Dachblechs (Mindeststärke ist je nach Herstellervorgaben und verwendeten Material zu beachten), der korrekten Wahl des Befestigungssystems (Kurzschiene vs. Stockschraube) und dem strikten Management der thermischen Ausdehnung. Werden diese drei Faktoren berücksichtigt, gilt Trapezblech als eine der wirtschaftlichsten und montagefreundlichsten Dachbeschaffenheiten für Photovoltaik. Werden sie ignoriert, drohen Undichtigkeiten, Korrosion und statisches Versagen der Anlage.

Zusammenfassung

  • Sichere PV-Montage auf Trapezblech erfordert drei Faktoren: statisch geeignetes Dachblech, korrektes Befestigungssystem und konsequentes Management thermischer Ausdehnung.
  • Direkte Befestigung im Blech ist nur ab 0,75 mm Mindestblechstärke möglich; dünnere Bleche erfordern Stockschrauben in die Unterkonstruktion.
  • Hochsicken müssen ausreichend breit sein; Sickenabstand bestimmt passende Schienenlängen und Modulklemmen für eine sichere, flächige Verschraubung.
  • Aluminium-Schienen dehnen sich stärker als Stahlblech; Schienenstränge müssen regelmäßig unterbrochen und Dehnungsfugen nach Herstellervorgaben eingeplant werden.
  • Dichtigkeit erfordert EPDM-Dichtungen mit korrekt eingestelltem Drehmoment, Montage auf Hochsicken sowie sofortiges Entfernen von Metallspänen gegen Korrosion.

Warum Solar auf Trapezblech einfach aussieht, aber Tücken hat

Trapezblechdächer sind in Industrie und Landwirtschaft, aber auch im privaten Bereich, zum Beispiel auf Garagen, weit verbreitet. Sie bieten klare Linien, sind robust und scheinen auf den ersten Blick die perfekte „Plug-and-Play“-Lösung für Solarmodule zu sein. Die sogenannten Sicken (die Hochpunkte des Profils) bieten sich förmlich an, um Schienen direkt darauf zu verschrauben.

Doch genau diese scheinbare Einfachheit führt oft zu Nachlässigkeit. Ein Trapezblech ist kein massiver Dachstuhl, sondern eine dünne Metallhaut. Fehler bei der Montage rächen sich hier nicht erst nach Jahren, sondern oft schon beim nächsten Starkregen, Schnee oder Sturm. In diesem Ratgeber gehen wir tief in die Materie, damit deine Anlage auch in 20 Jahren noch fest sitzt und das Dach dicht hält.

Gehe auf Nummer sicher und lass deine Solaranlage auf dem Dach von einem Fachbetrieb montieren und installieren. Ein Fachbetrieb weiß genau, worauf bei welchem Dach zu achten ist und bringt die richtigen Materialien mit.

Die 3 Säulen einer sicheren Trapezblech-Montage

Bevor wir ins Detail gehen, hier die Essenz für Eilige. Eine PV-Anlage auf Trapezblech ist nur dann sicher, wenn diese drei Bedingungen erfüllt sind:

  1. Materialprüfung: Das Blech muss stark genug sein, um die Auszugskräfte der Schrauben zu halten (Minimum 0,75 mm), ohne dass die Unterkonstruktion des Gebäudes zwingend genutzt wird.
  2. Thermische Entkopplung: Metall dehnt sich bei Hitze aus. Ohne Dehnungsfugen im Schienensystem reißen die Schrauben Löcher in dein dünnes Dachhaut-Blech.
  3. Dichtigkeit: Jede Durchdringung muss dauerhaft gegen Wasser geschützt sein. Das bedeutet: hochwertige EPDM-Dichtungen, das richtige Drehmoment und absolut keine Metallspäne auf dem Dach.

Statik & Material: Ist dein Trapezblech-Dach geeignet für eine Solaranlage?

Nicht jedes Trapezblech ist bereit für eine Solaranlage. Bevor du auch nur einen Haken bestellst, musst du die Substanz prüfen. Viele günstige Bleche aus dem Baumarkt sind für die Punktlasten einer PV-Anlage schlichtweg zu dünn.

Eine reine Sichtprüfung reicht hier nicht aus. Du musst in die Datenblätter deines Daches schauen oder mit einer Schieblehre an einer offenen Kante nachmessen.

Mindeststärke des Blechs: 0,75 mm mit PV nach DIN 1090-4

Die absolute Untergrenze für eine direkte Befestigung im Blech (ohne Durchschrauben in die Pfette) liegt bei 0,75 mm Mindestblechdicke.

Ist das Blech dünner, können die Gewindegänge der Spezialschrauben (Dünnblechschrauben) keine ausreichenden Auszugswerte erreichen. Beim ersten Sturm könnten die Module mitsamt Schienen vom Dach gerissen werden. Ist dein Blech zu dünn, bleibt oft nur der Weg über Stockschrauben direkt in die Unterkonstruktion.

Profilhöhe und Sickenabstand: Die Geometrie entscheidet über das System

Nicht nur die Dicke, auch die Form zählt. Die Breite der Hochsicke (der obere, flache Teil des Profils) muss breit genug sein, um die Montageschiene und die Dichtscheiben der Schrauben vollflächig aufzunehmen.

Zudem diktiert der Abstand der Sicken (z.B. 207 mm oder 333 mm), welche Modulklemmen und Schienenlängen du verwenden kannst. Miss den Abstand von Mitte Hochsicke zu Mitte Hochsicke genau aus, um böse Überraschungen bei der Montage zu vermeiden.

Sandwich-Paneele: Das Sonderfall-Risiko verstehen

Sandwich-Elemente (Blech-Dämmung-Blech) sind statisch heikel. Die Deckschale ist oft sehr dünn und nur durch den Schaum mit der Unterschale verbunden.

Verschraubst du hier direkt in die Oberschale, kann sich diese bei Windlast vom Schaum lösen (Delamination). Für derartige Dächer gibt es spezielle Befestiger oder die dringende Empfehlung, direkt in die Pfetten zu gehen, um die Lasten nicht in das Paneel einzuleiten.

Die häufigsten Fehler beim Trapezblechdach

Von falschen Befestigungsmethoden, über ignorierte Regeln der Thermik bis hin zu falschem Kabelmanagement, gibt es eine Vielzahl an Fehlern, die gemacht werden, wenn es an die Unterkonstruktion eines Trapezblechdachs geht:

Fehler 1: Die falsche Befestigungsmethode wählen (Direkt vs. Stockschraube)

Es gibt zwei Hauptwege, eine Anlage auf Trapezblech zu befestigen: Kurzschienen direkt im Blech oder Stockschrauben in der Unterkonstruktion. Die falsche Wahl kostet entweder unnötig viel Geld und Zeit oder gefährdet die Statik.

Die Entscheidung hängt maßgeblich von der Beschaffenheit deines Daches und der darunterliegenden Struktur (Holzpfetten oder Stahlträger) ab.

Wann du Kurzschienen nutzen solltest:

Kurzschienen sind die eleganteste und schnellste Lösung. Sie sind meist nur ca. 40 cm lang, leicht zu transportieren und werden direkt mit Dünnblechschrauben auf die Hochsicken geschraubt.
Diese Methode ist ideal, wenn:

  • Das Trapezblech die Mindeststärke (tN ≥ 0,75 mm) erfüllt.
  • Du Montagezeit sparen willst (kein Suchen der Sparren nötig).
  • Die Dachneigung eine Querverbauung der Module zulässt (oder du ein Kreuzverbundsystem nutzt).
PV aus Trapezdach mit Kurzschienen
Solaranlage auf dem Trapezblechdach mit Kurzschienen

Wann Stockschrauben zwingend notwendig sind

Wenn dein Blech zu dünn ist, es sich um Sandwich-Paneele handelt oder die Statik des Blechs unbekannt ist, musst du die Lasten direkt in die Dachkonstruktion leiten. Hier kommt die klassische Stockschraube zum Einsatz.

Sie durchdringt das Blech und verankert sich tief im Holzsparren oder der Stahlpfette. Das ist aufwendiger, da du jeden Sparren genau treffen musst, bietet aber maximale Sicherheit bei schwierigen Dachhäuten.

Fehler 2: Thermische Ausdehnung ignorieren

Metalle arbeiten. Eine 10 Meter lange Aluschiene kann sich bei Temperaturunterschieden von Sommer zu Winter um mehrere Zentimeter ausdehnen und zusammenziehen. Dein Stahltrapezblech verhält sich anders als die Aluminium-Unterkonstruktion.

Ignorierst du diese Physik, entstehen gewaltige Scherkräfte. Diese können Schrauben abscheren oder die Löcher im Trapezblech oval aufweiten. Dadurch entstehen Undichtigkeiten.

Warum Aluminium und Stahl unterschiedlich arbeiten

Aluminium hat einen etwa doppelt so hohen Ausdehnungskoeffizienten wie Stahl. Wenn die Sonne auf das Dach knallt, will die Aluschiene „wachsen“, das Stahlblech hält dagegen.

Notwendigkeit von Trennschnitten und Dehnungsfugen im Schienensystem

Spätestens alle 12 bis 15 Meter (bei Kurzschienen-Systemen oft schon früher, je nach Herstellervorgabe) muss eine thermische Trennung erfolgen. Das bedeutet: Die Schiene wird unterbrochen, und auch das Modulfeld erhält an dieser Stelle einen kleinen Abstand, damit sich nichts verspannt.

Fehler 3: Bohrspäne liegen lassen (Der unsichtbare Rost-Treiber)

Es klingt banal, ist aber einer der häufigsten Gründe für Korrosionsschäden. Beim Eindrehen von gewindefurchenden Schrauben entstehen heiße Metallspäne.

Bleiben diese auf dem Dach liegen, fangen sie beim ersten Tauwasser an zu rosten. Dieser Flugrost frisst sich dann aggressiv in die Beschichtung deines Trapezblechs. Ein einziger verrosteter Span kann nach einem Winter einen hässlichen Rostfleck und nach wenigen Jahren ein Loch im Dach verursachen.

Der richtige Umgang mit Dünnblechschrauben ohne Vorbohren

Moderne Dünnblechschrauben (spanlose Verschraubung) verdrängen das Material eher, als dass sie schneiden. Dennoch entstehen oft mikroskopisch kleine Späne. Ein weicher Handfeger oder ein Laubbläser sollte nach jedem Montageabschnitt zum Standardwerkzeug gehören.

Fehler 4: Dichtscheiben zerquetschen oder vergessen

Jede Schraube auf dem Dach ist ein potenzielles Loch. Die Dichtheit wird durch eine EPDM-Dichtscheibe unter dem Schraubenkopf gewährleistet. Doch viele Installateure meinen es zu gut.

Das richtige Drehmoment: Dichtheit vs. Beschädigung der EPDM-Dichtung

Ziehst du die Schrauben mit dem Schlagschrauber zu fest an, wird die EPDM-Dichtung so stark gequetscht, dass sie seitlich herausquillt und porös wird oder reißt. Ist sie zu locker, läuft Wasser drunter.

Die Dichtscheibe sollte leicht komprimiert sein, aber nicht „zerfließen“. Nutze einen Drehmomentschrauber mit Tiefenanschlag für gleichmäßige Ergebnisse.

Positionierung auf der Hochsicke: Warum die Oberschale entscheidend ist

Wasser läuft im Tal (Tiefsicke). Deshalb wird Solar fast ausschließlich auf der Hochsicke (Oberschale) montiert. Dort fließt das Wasser schnell ab, und stehendes Wasser an den Schraubpunkten wird vermieden.

Kurzschiene vs. Stockschraube bei PV 2
Die verschiedenen Montagearten von Photovoltaik auf Trapezblechdächern

Fehler 5: Kontaktkorrosion durch Material-Mix provozieren

In der Chemie gibt es die elektrochemische Spannungsreihe. Treffen zwei unterschiedlich edle Metalle aufeinander und kommt ein Elektrolyt (Regenwasser) dazu, opfert sich das unedlere Metall auf und es korrodiert.

Edelstahl trifft auf verzinktes Blech: Was passiert chemisch?

Edelstahl (Schrauben/Haken) ist edler als Zink (Dachbeschichtung). Bei direktem Kontakt ohne Isolation kann die Zinkschicht des Daches angegriffen werden.

Die Rolle von Trennfolien und passenden Nieten

Moderne Montagesysteme haben oft bereits EPDM-Gummis unter den Schienen aufgeklebt. Diese dienen nicht nur der Abdichtung, sondern auch als Trennschicht gegen Kontaktkorrosion. Achte darauf, dass kein blankes Alu direkt auf blankem Stahlblech reibt. Bei Blindnieten sollten Materialien gewählt werden, die kompatibel sind (z.B. Alu/Edelstahl-Bechernieten mit entsprechender Zulassung).

Fehler 6: Kabelmanagement an scharfen Metallkanten vernachlässigen

Trapezblech hat scharfe Schnittkanten. Solarkabel, die lose auf dem Dach liegen und vom Wind hin und her bewegt werden, scheuern sich über die Jahre an diesen Kanten auf.

  • Gefahr von Isolationsfehlern und Kurzschlüssen vermeiden
    Ein aufgescheuertes Kabel führt zu Isolationsfehlern (ISO-Fehler), die den Wechselrichter abschalten lassen. Im schlimmsten Fall entsteht ein Lichtbogen, der auf dem brennbaren Unterdach (bei Holz) ein Brandrisiko darstellt.
  • Richtige Kabelführung entlang der Unterkonstruktion
    Kabel gehören nicht auf das Dachblech, sondern hochgebunden an die Modulrahmen oder in spezielle Kabelkanäle entlang der Unterkonstruktion. Nutze UV-beständige Kabelbinder oder Clips, um die Leitungen straff und sicher zu führen.

Mehr zu Fehlern bei Photovoltaikanlagen erfährst du in unserem Ratgeber: Wie finde ich einen zuverlässigen Photovoltaik Anbieter?

Fehler 7: Potenzialausgleich auf Metallbedachungen vergessen

Ein Punkt, den Elektriker oft diskutieren, der aber sicherheitstechnisch relevant ist: Der Potenzialausgleich (umgangssprachlich Erdung).

Warum das komplette Dach in den Schutzleiter einbezogen werden muss

Da du ein elektrisches System auf einem leitfähigen Dach installierst, muss sichergestellt sein, dass im Fehlerfall keine gefährliche Berührungsspannung anliegt. Oft reicht es nicht, nur die Modulgestelle zu erden.

Auch das Trapezblech selbst sollte in den Potenzialausgleich einbezogen werden, besonders wenn es sich um große gewerbliche Dächer handelt. Kläre dies zwingend mit deinem Elektroinstallateur ab.

PV auf Trapezblech: Die besten Systeme im Vergleich

Der Markt bietet viele Lösungen, aber drei Systeme stechen für Trapezblech besonders hervor. Hier ein kurzer Vergleich, um dir die Auswahl zu erleichtern. Schau dir unsere Hersteller und Systeme an.

Aerocompact CompactMETAL: Schnelligkeit und Logistikvorteile

Aerocompact ist bekannt für aerodynamische Flachdachsysteme, aber auch im Trapezblech-Bereich stark. Ihr Fokus liegt auf Logistik: Wenig Teile, alles passt zusammen. Mehr Details zu deren Philosophie findest du in unserem Solarstammtisch Aerocompact Unterkonstruktion Beitrag.

SL Rack Unterkonstruktion: Lösungen für komplexe Lastverteilung

Wenn dein Dach statisch anspruchsvoll ist oder du spezielle Klemmsituationen hast, ist die Sl Rack Unterkonstruktion oft der Retter in der Not. Sie bieten sehr flexible Schienensysteme, die auch größere Spannweiten überbrücken können, falls die Sickenabstände ungünstig sind.

S-Flex Stockschrauben: Der Klassiker für Holzunterbauten

Muss es doch die Verankerung im Holz sein? Dann führt oft kein Weg an S-Flex vorbei. Ihre Stockschrauben sind extrem robust, gut justierbar (wichtig bei unebenen Dächern) und haben sich über Jahrzehnte bewährt.

Checkliste: Montage von Solar auf Trapezblech

Phase
Aktion
Wichtiges Detail
Vorbereitung

Blechstärke messen

Bei Montage im Blech mindesten 0,75 mm Blechdicke

Sickenabstand prüfen

Passt das gewählte Modulmaß zur Klemmposition?

Material-Check

Genug EPDM-Dichtungen vorhanden? Passende Schrauben und Schraubenlänge?
Montage

Reinigung

Dachfläche vor Montage abfegen, frei von Moos/Dreck machen.
Bohren/Schrauben
Richtige Schrauberbit-Größe nutzen. Drehmomentbegrenzung aktivieren!
Späne entfernen
Sofort nach jedem Bohrloch Späne absaugen oder abfegen.
Dehnungsfugen
Alle 12 m Schienen unterbrechen (oder nach Herstellerangabe).
Potenzialausgleich
Ist der Potenzialausgleich montiert?
Abschluss
Sichtprüfung Dichtungen
Sind die EPDM-Scheiben leicht gewölbt, aber nicht zerquetscht?
Kabel-Check
Liegt kein Kabel auf dem Blech auf? Alle Kabel hochgebunden?
Dokumentation
Fotos der Verschraubung und Kabelführung für die Akten machen.

Fazit: Dicht, stabil und sicher in die Zukunft

Ein Trapezblechdach ist eine fantastische Basis für deine eigene Energiewende, sofern du ein paar Aspekte bei der Montage und Installation beachtest. Die Kombination aus dünnem Material und Witterungseinflüssen verzeiht keine Fehler. Wenn du auf die richtige Materialstärke achtest, Bohrspäne entfernst und der thermischen Ausdehnung Raum gibst, wird deine Anlage Jahrzehnte überdauern.

Sobald die Unterkonstruktion steht, stellt sich die Frage: Welches Modul kommt drauf? Glas-Glas für maximale Langlebigkeit oder Standard-Module für beste Preis-Leistung? Nicht jedes Modul passt zu jedem Klemmbereich auf Trapezblech. Erfahre im nächsten Schritt alles darüber: Wähle das ideale Photovoltaikmodul für dein Haus!

FAQ: Solaranlage auf dem Trapezblechdach

Ja, eine PV-Anlage kann direkt auf Trapezblech installiert werden, sofern die Befestigung auf der Hochsicke erfolgt. Voraussetzung dafür ist eine Mindestblechstärke von 0,75 mm sowie eine professionelle Statikprüfung der Unterkonstruktion. Spezielle Montagesysteme sind dabei notwendig, um die thermische Ausdehnung des Metalls sicher auszugleichen.

Die Befestigung erfolgt entweder über Kurzschienen, die direkt mit dem Trapezblech verschraubt werden, oder über Stockschrauben, die tief in der Dachunterkonstruktion ankern. Während Kurzschienen eine schnelle und kosteneffiziente Montage ermöglichen, sorgen Stockschrauben bei hohen Lasten für maximale statische Sicherheit. Die Wahl des Systems hängt primär von der Blechform und der Tragfähigkeit der Dachkonstruktion ab.

Nach baurechtlicher Norm ist für PV-Anlagen auf Trapezblechdächern eine Mindestdicke von 0,75 mm zwingend vorgeschrieben. Diese Materialstärke ist notwendig, um die statische Tragfähigkeit für die zusätzliche Last der Module sowie auftretende Wind- und Schneelasten sicherzustellen. Dünnere Bleche genügen den rechtlichen Anforderungen für eine dauerhafte Montage in der Regel nicht.

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