Startseite • Ratgeber • Der Unterschied Solar & Photovoltaik: Einfach erklärt! Der Unterschied Solar & Photovoltaik: Einfach erklärt! Solar, Photovoltaik, Solarthermie – klingt ähnlich, ist aber nicht dasselbe. In diesem Ratgeber erfährst du verständlich, was „Solar“ eigentlich umfasst, wie Photovoltaik Strom erzeugt und Solarthermie Wärme für Warmwasser und Heizung liefert. Lucas Flügel 14 Aug. 2024 ・7 Min Lesezeit Teilen Solar, Photovoltaik – ist das nicht eigentlich alles dasselbe? Ja und nein. Wir erklären dir in diesem Blogbeitrag den Unterschied Solar & Photovoltaik. Die Sonne liefert uns täglich, kostenlos Energie – aber was machen wir eigentlich damit? Jetzt denkst du bestimmt an die Solaranlage auf dem Dach, die dir Strom für deinen Kühlschrank und E-Auto liefert. Doch Achtung: Nicht jede Solaranlage produziert Strom. In diesem Beitrag erklären wir dir, was wirklich hinter den Begriffen “Solar” und “Photovoltaik” (PV) steckt und helfen dir dabei, herauszufinden, welche Technologie für deine Bedürfnisse am besten geeignet ist. Was ist der Unterschied zwischen Photovoltaik und Solarthermie? Photovoltaik wandelt Sonnenlicht in elektrischen Strom um, der vielseitig nutzbar ist (Wirkungsgrad bis 24 %). Solarthermie hingegen erzeugt Wärme, primär für Warmwasser und Heizung (Wirkungsgrad bis 65 %). Die Stromerzeugung mittels Photovoltaik ist dadurch flexibler einsetzbar als die Wärmeerzeugung durch Solarthermie. „Solarthermie ist warmes Wasser vom Dach, könnte man umgangssprachlich sagen. Da wird Wasser die Sonne aufgeheizt. Photovoltaik im Gegensatz dazu ist elektrischer Strom vom Dach. Elektrischer Strom vom Dach, also Photovoltaik, ist deutlich flexibler. Im Sommer erzeugt man mit der Solarthermie in der Regel zu viel warmes Wasser, welches gar nicht verbraucht werden kann. Strom kann für alles mögliche verbrauchen. Im Zweifel kann man damit auch Wasser warm machen, zum Beispiel über eine Wärmepumpe.“ Matthias KögelGeschäftsführer – enerix Frankfurt Umgangssprachlich werden Photovoltaikanlagen als Solaranlagen bezeichnet. Und tatsächlich sind PV-Anlagen auch Solaranlagen. Doch umgekehrt sind mit Solaranlagen nicht nur PV-Anlagen gemeint. Keine Panik! Das klingt komplizierter als es ist. Der Begriff „Solar“ umfasst alle Technologien und Systeme, die die Energie der Sonne nutzen. Neben der Photovoltaik gehört beispielsweise auch die Solarthermie dazu. Beide Anlagentypen werden im allgemeinen Sprachgebrauch oft unter einen Hut gepackt. Tatsächlich unterscheiden sie sich aber erheblich voneinander. Zwar wandeln sowohl die Photovoltaik- als auch die Solarthermieanlage Sonnenenergie in nutzbare Energie um, doch die Art der nutzbaren Energie ist verschieden. Deshalb haben wir dir die Unterschiede von PV und Solarthermie aufgelistet: PhotovoltaikSolarthermieZweckErzeugung von elektrischem StromErzeugung von WärmeFunktionsweisePV-Anlagen nutzen Solarzellen. Wenn Sonnenlicht auf diese Zellen trifft, wird es direkt in elektrischen Strom umgewandelt. Dieser Prozess nennt sich photovoltaischer Effekt.Solarthermische Anlagen nutzen Sonnenkollektoren, um Sonnenlicht in Wärme umzuwandeln.Anwendungs-gebieteStromversorgung Einspeisung von überschüssigem Strom ins öffentliche Netz Betrieb von elektrischen Geräten und FahrzeugenHeizungsunterstützung und Warmwasserbereitung in Haushalten Fernwärmesysteme Industrielle Prozesse, die Wärme benötigen Was ist teurer: Solar oder Photovoltaik? Einer der wichtigsten Punkte auf der Check-Liste potenzieller Solaranlagenbesitzer ist der Kostenaufwand. Wir haben dir hier die durchschnittlichen Investitionskosten für eine Solarthermie- und eine Photovoltaikanlage aufgelistet. Bedenke jedoch, dass beim Kostenaufwand nicht nur die Anfangsinvestition, sondern auch die Amortisation der Anlage berücksichtigt werden sollte. Photovoltaikanlage: Die Preise für Photovoltaikanlagen sind 2025 gegenüber dem Vorjahr gesunken; Solarstrom vom eigenen Dach kostet deutlich weniger als Netzstrom. Für 5–10 kWp liegen die Kosten bei etwa 1.200 bis 1.900 Euro pro kWp; Mehrwertsteuer seit 2023: 0 %. Mit Stromspeicher lässt sich der Eigenverbrauch deutlich steigern; bis zu 80 % des erzeugten Solarstroms können selbst genutzt werden. Installationskosten betragen durchschnittlich 10–20 % der Gesamtkosten; jährliche Wartungskosten etwa 1–2 % der Anschaffungskosten; Wechselrichtertausch nach 10–15 Jahren. Gerade im Vergleich zu Solarthermie wird bei PV schnell klar: Nicht nur die Anlagengröße zählt, sondern auch die eingesetzte Modultechnologie. Die Vielfalt der PV-Modules zeigt, wie sich verschiedene Modularten auf Ertrag und Investition auswirken. Die genauen Aufschlüsselung, wie viel eine Anlage kostet, erfährst du hier: Photovoltaik-Anlage Kosten. Balkonkraftwerke – günstiger, aber nicht so leistungsstark Wie sieht es eigentlich mit Balkonkraftwerken aus? Balkonkraftwerke sind deutlich günstiger als eine Solarthermie- oder eine Photovoltaikanlage. Sie leisten jedoch auch deutlich weniger. Bei maximal 6.000 kWh, die durch ein Balkonkraftwerk erzeugt werden können, sind auch die Anwendungsmöglichkeiten dementsprechend begrenzt. Mit einem Balkonkraftwerk kannst du dir den Einstieg in die erneuerbaren Energien durchaus erleichtern, musst aber bedenken, dass du damit keinen hohen Autarkiegrad erreichst. Solarthermieanlage: Solarthermie (links) gilt als Vorgänger der Photovoltaikanlage (rechts) und kann hervorragend mit ihr kombiniert werden. Anschaffungskosten: Für einen 4 Personen Haushalt im Einfamilienhaus mit ungefähr 120 m² Wohnfläche sollte man mit 6.000 € Investitions- und Installationskosten rechnen. Bei den Kosten sollte man aber auch unterscheiden, ob es sich um reine Warmwasserbereitung oder Warmwasserbereitung in Kombination mit Heizungsunterstützung handelt. Letzteres geht einher mit einer etwas größeren Investitionssumme von 10.000 €. Amortisation: Bei einer Solarthermieanlage mit reiner Warmwasseraufbereitung liegt die Amortisationszeit bei ungefähr 24 Jahren, während die Ergänzung der Heizungsunterstützung die Amortisationszeit um ungefähr 9 Jahre, also auf circa 15 Jahre, verringert. Wichtig zu wissen: Je mehr man mit seiner Solarthermie- oder Photovoltaikanlage abdeckt, desto höher ist zwar die Anfangsinvestition, aber desto schneller amortisiert sich auch die Solaranlage.Betrachtet man die Solarthermie- und PV-Anlage aus finanzieller Sicht, ist die PV-Anlage kostenaufwändiger. Doch bei der Anschaffung einer Solaranlage sollte nicht nur der Kostenfaktor, sondern auch das Einsatzgebiet und die Wirtschaftlichkeit berücksichtigt werden. Die Frage ist also: Was lohnt sich insgesamt mehr? Was ist besser: Photovoltaik oder Solar? Die Entscheidung, ob Photovoltaik oder Solarthermie besser ist, hängt von vielen Faktoren darunter deinen Wünschen und Bedürfnissen, der geplanten Nutzung und der geografischen Lage ab. Folgende Fragen solltest du dir stellen: Wir groß ist der Haushalt, der versorgt werden soll? Wie hoch ist der jährliche Strom- oder Warmwasserverbrauch? Brauche ich einen Strom- oder Warmwasserspeicher? Wie soll die erzeugte Energie eingesetzt werden? Beide Anlagenformen haben ihre Vor- und Nachteile. Wir haben dir hier die wichtigsten Punkte zusammengefasst: PhotovoltaikanlageSolarthermieanlageVorteileVielseitigkeit: Eine PV-Anlage kann für eine Vielzahl von Anwendungen genutzt werden wie den Kühlschrank, das E-Auto oder die Wärmepumpe. Du kannst deinen Solarstrom für deinen täglichen Verbrauch, deine Mobilität oder auch deine Wärmeversorgung nutzen.Weniger Fläche und hohe Effizienz bei der Wärmeproduktion: Eine Solarthermieanlage benötigt nicht so viel Fläche wie eine PV-Anlage und ist effizienter: PV-Anlagen erzeugen bei gleicher Fläche weniger Energie.Skalierbarkeit: Photovoltaikanlagen sind modular aufgebaut und können je nach Bedarf erweitert werden.Geringer Wartungsaufwand: Ähnlich wie bei einer PV-Anlage ist der Wartungsaufwand gering. Empfohlen wird, dass alle 2 Jahre eine Inspektion der Anlage durchgeführt wird.Unabhängigkeit vom Stromnetz: Mit einer PV-Anlage und einem Speichersystem kann man einen Großteil des eigenen Strombedarfs decken und damit die Abhängigkeit vom öffentlichen Stromnetz reduzieren.Geringere Anschaffungskosten: Die Kosten einer Solarthermie-Anlage liegen deutlich unter denen einer PV-Anlage.Einspeisevergütung: Du hast die Möglichkeit, überschüssig erzeugten Strom ins Gesamtnetz einzuspeisen und dafür eine sogenannte Einspeisevergütung zu erhalten. Kurz um: Du kannst damit etwas Geld dazu verdienen.Unabhängigkeit: Solarthermie reduziert deinen Bedarf an fossilen Brennstoffen für die Wärmegewinnung, was deine Energiekosten senken kann.Geringer Wartungsaufwand und Langlebigkeit: Photovoltaikmodule sind relativ wartungsarm und haben eine lange Lebensdauer von 25 bis 30 Jahren.NachteileAbhängigkeit von Sonnenlicht: Die Stromerzeugung ist wetterabhängig und in sonnenarmen Regionen oder Jahreszeiten wird weniger Strom produziert. Diese Schwankungen werden aber bei der Konzeption berücksichtigt.Begrenzte Einsatzmöglichkeiten: Eine Solarthermie-Anlage kann lediglich zur Wärmerzeugung genutzt werden und ist somit weniger flexible als eine PV-Anlage.Hohe Anfangsinvestition: Die Anschaffungskosten sind hoch, auch wenn sie durch Förderungen und langfristige Einsparungen gemindert werden können.Platzbedarf für Speichersysteme: Um die gewonnene Wärme zu speichern, sind große Pufferspeicher erforderlich, die Platz beanspruchen.Speicherbedarf: Um Strom auch bei Nacht oder schlechtem Wetter nutzen zu können, sind Speicherlösungen notwendig, die mit zusätzlichen Anschaffungskosten verbunden sind.Flächenbedarf: Für die Installation von PV-Modulen wird eine geeignete Fläche benötigt, die nicht immer verfügbar ist.Saisonale Schwankungen: In den Wintermonaten, wenn der Wärmebedarf am höchsten ist, liefert eine Solarthermieanlage durch weniger Sonneneinstrahlung auch weniger Energie. Im Sommer hingegen, wenn die Räume kaum beheizt und der Warmwasserbedarf niedriger ist, liefert sie mehr als verbraucht oder gespeichert werden kann.Integrierbarkeit: In bestehenden Gebäuden kann die Nachrüstung einer Solarthermieanlage komplexer sein als die Installation einer PV-Anlage, da die Rohre für die Wärmeträgerflüssigkeit verlegt werden müssen. Das bedeutet aber nicht, dass du nach 25 Jahren eine komplett neue Anlage kaufen musst. Wie alle elektronischen Geräte lässt die Leistung irgendwann nach. Bei PV-Anlagen ist das durchschnittlich nach 25 bis 30 Jahren der Fall. Sie produzieren aber weiterhin Strom und das über viele Jahre hinweg. Fazit: Unterschied Solar & Photovoltaik Die Entscheidung zwischen Photovoltaik und Solarthermie hängt stark von deinen individuellen Bedürfnissen ab. Photovoltaik ist die bessere Wahl für dich, wenn der Fokus auf der Stromerzeugung liegt und Vielseitigkeit sowie langfristige Kosteneinsparungen deine Wünsche sind. Letzteres ist gerade mit Blick auf die steigenden Strompreise ein großer Vorteil. Mit einer PV-Anlage produzierst und nutzt du deinen eigenen Strom unabhängig vom öffentlichen Stromnetz. Solarthermie ist hingegen sinnvoll, wenn dein Hauptbedarf im Bereich der Warmwasserbereitung oder Heizungsunterstützung liegt, vor allem in Regionen mit hoher Sonneneinstrahlung. Ist die Anlage groß genug, kannst du bis zu 60 Prozent der Energie sparen, die für die Warmwasseraufbereitung notwendig wäre. Für deinen Haushalt kann auch eine Kombination aus beiden Technologien ideal sein, da sie sich gegenseitig ergänzen und sowohl Strom als auch Wärme effizient genutzt werden können. Die beste Lösung hängt also von deinem spezifischen Anwendungsfall und den örtlichen Gegebenheiten ab. FAQ – Häufig gestellte Fragen Was genau bedeutet „Solar“ und wie unterscheidet sich das von Photovoltaik? „Solar“ ist ein allgemeiner Oberbegriff für alle Technologien, die Sonnenenergie nutzen – dazu gehören sowohl die Photovoltaik für Strom als auch Solarthermie zur Wärmegewinnung. Eine Photovoltaikanlage wandelt Sonnenlicht direkt in elektrischen Strom um, Solarthermie erzeugt hingegen Wärme für Warmwasser oder Heizung. Was ist der Unterschied zwischen Photovoltaik und Solarthermie? Photovoltaik-Anlagen erzeugen elektrischen Strom aus Sonnenlicht mittels Solarzellen. Solarthermie-Anlagen nutzen Sonnenenergie, um Wärme zu erzeugen, z. B. für Warmwasser oder Heizungsunterstützung. Die Technologien funktionieren grundlegend anders und dienen verschiedenen Zwecken. Welche Technologie lohnt sich für mein Haus: Photovoltaik oder Solarthermie? Das hängt von deinem Energiebedarf ab: Strombedarf und Elektrogeräte? Dann ist Photovoltaik meist sinnvoller. Warmwasser und Heizungsunterstützung? Dann kann Solarthermie effizienter sein. In vielen Fällen lohnt sich auch eine Kombination beider Systeme. Wie viel kostet eine Photovoltaik- oder Solarthermie-Anlage? Die Kosten variieren stark je nach Größe, Leistung und System: Photovoltaik-Anlagen liegen typischerweise in einem höheren Investitionsbereich als reine Solarthermie-Anlagen, bieten dafür oft höhere Einsparungen bei Stromkosten über die Lebensdauer. Eine genaue Wirtschaftlichkeitsbetrachtung berücksichtigt Anschaffung, Betrieb und mögliche Fördermittel. Kann ich mit einer Photovoltaik-Anlage auch mein Warmwasser beheizen? Direkt erzeugt eine PV-Anlage keinen Wärme-Output. Du kannst den erzeugten Strom aber beispielsweise für eine Wärmepumpe oder elektrische Warmwasserbereitung nutzen – oft effizienter als reine Solarthermie, wenn du viel Strom selbst verbrauchst. Wie effizient sind Photovoltaik- und Solarthermie-Systeme? Photovoltaik hat typischerweise Wirkungsgrade im Bereich von rund 15–24 % bei der Stromerzeugung, während Solarthermie bei der Wärmeproduktion oft höhere Wirkungsgrade erzielt, da Wärmeproduktion energetisch einfacher ist als Stromerzeugung. Welche Effizienz für dich relevant ist, hängt von deinem gesuchten Nutzen (Strom vs. Wärme) ab. Lucas Flügel Lucas Flügel ist seit Januar 2023 bei enerix für die Außenkommunikation verantwortlich. Sein Studium der Politikwissenschaft und Geschichte im Bachelor und Demokratiewissenschaft im Master, absolvierte der gebürtige Münchner an der Universität... Erfahre mehr über mich Das könnte dich auch interessieren Mieterstrommodelle im Vergleich: EEG-Zuschlag, GGV & Pionierkraft – Was ist die beste Wahl? Mit einer Photovoltaikanlage kannst du deine Mieter mit günstigem Solarstrom versorgen und gleichzeitig die Wirtschaftlichkeit deiner Immobilie steigern. 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