Startseite • Ratgeber • Entwicklung Strompreise: So können Hausbesitzer noch mehr sparen Entwicklung Strompreise: So können Hausbesitzer noch mehr sparen Die Strompreise sind in den vergangenen Jahren aufgrund des russischen Angriffskrieg auf die Ukraine in die Höhe geschossen. Erstmals seit der Energiekrise fallen sie aufgrund sinkender Netzentgelte 2026 für deutsche Haushalte spürbar. Mit einer Solaranlage können Hausbesitzer aber noch viel mehr sparen. Lucas Flügel 28 Jan. 2026 ・8 Min Lesezeit Teilen InhaltsverzeichnisEntwicklung Strompreise: Woraus setzt sich der Strompreis eigentlich zusammen?Warum sinken die Netzentgelte 2026 so deutlich?Strom bleibt teuer – trotz sinkender PreiseSo entkommen Hausbesitzer der Entwicklung der Strompreise Fazit – 2026 wird ein Jahr der EntlastungFAQ-Die häufigsten Fragen Die Entwicklung der Strompreise war in den letzten Jahren geprägt von starken Ausschlägen – vor allem seit der Energiekrise 2022/2023. 2026 gibt es für deutsche Haushalte erstmals wieder eine spürbare Entlastung. Laut Angaben des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) beträgt der durchschnittliche Strompreis im Januar 2025 37,2 ct/kWh und liegt damit deutlich unter dem Wert des vergangen Jahres (39,3 ct/kWh). Die wichtigste Einordnung für Hausbesitzer: Ja, die Preise für Strom sinken, aber Strom bleibt teuer. Wer investiert, kann nicht nur kurzfristig sparen, sondern sich mit einer PV-Anlage unabhängiger von hohen Stromkosten machen. Entwicklung Strompreise: Woraus setzt sich der Strompreis eigentlich zusammen? Damit klar wird, warum der Preis sinkt, hilft ein kurzer Blick auf die Bestandteile des Strompreises. Vereinfacht setzt er sich aus drei Komponenten zusammen: den Kosten für Beschaffung und Vertrieb, den Netzentgelten sowie Steuern, Abgaben und Umlagen. Der dritte Bestandteil bleibt 2026 stabil. Steuern, Abgaben und Umlagen liegen – wie schon im Vorjahr – bei 12,6 ct/kWh. Veränderungen gibt es vor allem bei den beiden anderen Teilen. Die Kosten für Beschaffung und Vertrieb sinken leicht auf 15,4 ct/kWh. Deutlich stärker fällt die Entlastung bei den Netzentgelten aus: Sie gehen um 1,6 ct/kWh zurück und liegen 2026 im Durchschnitt bei 9,3 ct/kWh. Gerade dieser Punkt ist für die Strompreisentwicklung entscheidend, weil Netzentgelte in den letzten Jahren zu einem immer wichtigeren Preistreiber geworden sind. Warum sinken die Netzentgelte 2026 so deutlich? Der Rückgang bei den Netzentgelten hängt vor allem mit einem politischen Eingriff zusammen: Die Bundesregierung entlastet die Verbraucherinnen und Verbraucher durch einen Bundeszuschuss von 6,5 Milliarden Euro zu den Übertragungsnetzentgelten. Dadurch werden die Netzkosten rechnerisch abgefedert – und dieser Effekt kommt im Strompreis 2026 an. Wichtig: Netzentgelte unterscheiden sich regional. Das bedeutet, dass die Entlastung je nach Netzgebiet unterschiedlich ausfallen kann. Trotzdem gilt insgesamt: Die sinkenden Netzentgelte sind der Hauptgrund dafür, dass die Strompreise 2026 erstmals wieder nach unten zeigt. Entsprechend kündigen auch mehrere Grundversorger Preissenkungen an. Strom bleibt teuer – trotz sinkender Preise So erfreulich die Entlastung ist: Der Preis pro Kilowattstunde ist weiterhin teuer genug, dass „nichts tun“ für viele Haushalte weiterhin Geld kostet. Das zeigt schon der Rückblick: Zwischen 2022 und 2023 kam es zu drastischen Preissprüngen und einem historischen Höhepunkt der Stromkosten. Auch wenn sich die Märkte inzwischen beruhigt haben, ist das Preisniveau im Alltag der Verbraucher nach wie vor hoch. Gerade Hausbesitzer, die noch in der Grundversorgung sind, spüren das häufig besonders. Denn die Grundversorgung bleibt in vielen Regionen trotz fallender Energiepreise vergleichsweise teuer. Deshalb lohnt sich Stromsparen weiterhin – und in vielen Fällen auch ein Anbieterwechsel, der je nach Ausgangstarif mehrere hundert Euro pro Jahr bringen kann. So entkommen Hausbesitzer der Entwicklung der Strompreise Die entscheidende Frage ist nicht nur, ob der Strompreis 2026 sinkt, sondern wie sich die Strompreisentwicklung in den nächsten Jahren fortsetzt. Und genau hier liegt das Problem: Strompreise sind kein stabiler Wert. Sie hängen von Beschaffungskosten, Netzgebühren, politischen Rahmenbedingungen und dem Ausbau der Infrastruktur ab. Für Verbraucher bedeutet das: Auch wenn 2026 entlastet, kann die nächste Welle wieder kommen – über neue Netzkosten, steigende Systemkosten oder veränderte Marktpreise. Hausbesitzer haben aber einen klaren Vorteil: Sie können einen Teil ihres Strombedarfs mit einer PV Anlage selbst abdecken. Der verlässlichste Hebel gegen die unkalkulierbare Entwicklung Strompreise ist deshalb nicht das Hoffen auf „gute Tarifjahre“, sondern die strategische Reduktion von teurem Netzstrom. Lohnt sich ein Anbieterwechsel um die Strompreise zu senken? Ein Anbieterwechsel ist die effektivste Sofortmaßnahme zur Kostensenkung, da er besonders bei einem Ausstieg aus der Grundversorgung hunderte Euro spart. Dennoch bleibt dies eine kurzfristige Lösung, da die Preise pro Kilowattstunde im Vergleich zum Eigenverbrauch von Solarstrom weiterhin hoch sind. Für eine dauerhafte Reduzierung der Energiekosten ist der Umstieg auf Photovoltaik wirtschaftlich überlegen. Die langfristig stärkste Wirkung entsteht jedoch dann, wenn Hausbesitzer selbst Strom produzieren. Photovoltaik ist und bleibt der zentrale Baustein, um sich unabhängiger von der weiteren Entwicklung der Strompreise zu machen. Denn wer einen Teil des Stroms vom eigenen Dach bezieht, reduziert automatisch den Anteil, der Jahr für Jahr zum jeweils aktuellen Marktpreis eingekauft werden muss. Gerade wenn Strompreise über längere Zeit hoch bleiben, amortisiert sich eine Photovoltaikanlage schneller – weil jeder selbst genutzte Solarstrom direkt teuren Netzstrom ersetzt. Mit einem Stromspeicher und einem passenden Energiemanagement lässt sich dieser Effekt zusätzlich verstärken, weil mehr Solarstrom im Haus bleibt und weniger ins Netz abgegeben wird. Das macht die Ersparnis nicht nur größer, sondern auch planbarer. Fazit – 2026 wird ein Jahr der Entlastung Die Entwicklung der Strompreise bringt 2026 eine spürbare Entlastung – vor allem durch sinkende Netzentgelte. Trotzdem bleibt Strom teuer genug, dass sich aktives Optimieren weiterhin lohnt. Wer nur auf günstige Jahre setzt, bleibt abhängig von Faktoren, die sich von außen kaum steuern lassen. Hausbesitzer können sich dagegen eine stabilere Basis schaffen: Kurzfristig lohnt sich häufig ein Tarifcheck, langfristig ist selbst produzierter Solarstrom der konsequenteste Schritt, um sich gegen künftige Preisschwankungen abzusichern. Genau das ist der Punkt: 2026 wird es etwas günstiger, aber echte Kontrolle über die Stromkosten entsteht erst dann, wenn der Strompreis nicht mehr allein vom Markt abhängt. Eine Photovoltaikanlage kostet auf 25 Jahre gerechnet in der Anschaffung durchschnittlich weniger als die Hälfte im Vergleich zu den Stromkosten, die eine vierköpfige Familie pro Jahr bezahlt. Damit zahlt sie sich selbst ab. Nach der Amortisationszeit erzeugen Verbrauchende komplett kostenlos Strom und machen durch die Vergütung für den eingespeisten Strom sogar noch Gewinn. FAQ-Die häufigsten Fragen Warum sinken die Strompreise 2026? Die Strompreise sinken 2026 primär durch einen staatlichen Zuschuss von 6,5 Milliarden Euro, der die Netzentgelte stabilisiert und den Kostendruck des Netzausbaus mildert. Zudem entlasten das wachsende Angebot an erneuerbaren Energien und steuerliche Erleichterungen die Haushaltskassen spürbar. Es ist die erste deutliche Entspannung für Verbraucher seit der Energiekrise 2022. Wie entwickeln sich die Strompreise 2027? Ab 2027 ist mit steigenden Strompreisen zu rechnen, da der staatliche Zuschuss von 6,5 Milliarden Euro zur Stabilisierung der Netzentgelte ausläuft. Ohne diese Subventionen schlagen die hohen Kosten für den notwendigen Netzausbau direkt auf die Stromrechnungen durch. Bleibt die Stromsteuersenkung für die Industrie nach 2026 dauerhaft bestehen? Die Bundesregierung plant, die Stromsteuersenkung ab 2026 dauerhaft fortzuführen, um die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie zu sichern. Da die Finanzierung jedoch haushaltsabhängig ist, müssen die Ergebnisse der Verhandlungen zum Bundeshaushalt 2027 abgewartet werden. Politische Forderungen nach einem strikteren Sparkurs könnten die langfristige Umsetzung noch beeinflussen. Wie viel günstiger ist Solarstrom im Vergleich zum Grundtarif? Solarstrom vom eigenen Dach ist mit ca. rund 75 % günstiger als herkömmlicher Strom aus dem Grundversorgungstarif. Während ein Anbieterwechsel die Kosten moderat senkt, reduziert eine PV-Anlage die jährliche Stromrechnung durch hohen Eigenverbrauch um bis zu 70 %. Damit bietet Solarstrom die mit Abstand größte Hebelwirkung, um sich dauerhaft gegen hohe Energiepreise abzusichern. Wie viel Strom stammt aus erneuerbaren Energien? Der Anteil von erneuerbaren Energien am Strommix steigt. Laut Daten des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme wurden 2025 schon 59 Prozent des erzeugten Stroms aus erneuerbaren Energien gewonnen. Wenn Deutschland die von der EU gesetzten Klimaziele erreichen will, muss dieser Anteil aber noch weiter steigen. 2030 sollen Windkraft, Photovoltaik, Biomasse, Wasserkraft und andere erneuerbare Energien 80 Prozent des Strombedarfs decken. Wie bestimmt die Merit-Order den Strompreis? An den Stromhandelsplätzen der Europäischen Union bestimmt das teuerste Kraftwerk im jeweiligen Gebiet den Strompreis. Dieses Prinzip nennt sich Merit-Order. Die teuersten Erzeuger sind meist die fossilen Gas- oder Kohlekraftwerke. Wind- und Sonnenstrom sind im Vergleich sehr günstig – die Produktion kostet nur wenige Cent pro Kilowattstunde. Trotzdem zahlen Energielieferanten an der Strombörse oft ein Vielfaches für Ökostrom. Der Grund: Die Erzeuger können für Ökostrom schlichtweg genauso viel verlangen, wie für Strom aus teuren, fossilen Kraftwerken. Die Preise für erneuerbaren Strom gelten nur, wenn Ökostrom die Nachfrage komplett deckt. Das ist an sonnigen und windigen Tagen der Fall. Wo liegen die deutschen Strompreise im EU-Vergleich? Im EU-Vergleich ist Strom in Deutschland zuletzt am teuersten. Auch weltweit gehört Deutschland zu den Ländern mit den teuersten Strompreisen. Wie nutzt Du negative Strompreise? Zeitweise niedrige oder sogar negative Strompreise kannst du mit einem dynamischen Stromtarif nutzen. Statt zum Festpreis kaufst du Strom zum aktuellen Börsenpreis. Der Verbrauch von Geräten, die viel Strom fressen, aber flexibel nutzbar sind, können gezielt in Stunden mit günstigen Strompreisen verschoben werden. Insbesondere für Besitzer von E-Autos kann sich ein Wechseln zu einem dynamischen Stromtarif lohnen. Lucas Flügel Lucas Flügel ist seit Januar 2023 bei enerix für die Außenkommunikation verantwortlich. Sein Studium der Politikwissenschaft und Geschichte im Bachelor und Demokratiewissenschaft im Master, absolvierte der gebürtige Münchner an der Universität... Erfahre mehr über mich Das könnte dich auch interessieren Smart Meter Einbau: Ablauf & Kosten im Blick Der Smart-Meter-Rollout ist gesetzlich vorgeschrieben und betrifft viele Haushalte. Erfahre, wann der Einbau Pflicht ist, welche Kosten entstehen und wie intelligente Zähler deinen Energieverbrauch transparenter und steuerbarer machen. Erfahre mehr Der Unterschied Solar & Photovoltaik: Einfach erklärt! Solar, Photovoltaik, Solarthermie – klingt ähnlich, ist aber nicht dasselbe. 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