Vom Eigenheim zur Energiezentrale

Eine eigene PV Anlage ist oft der Startpunkt für deutlich mehr. Erfahre wie daraus Wärmepumpe, Speicher und E-Auto werden und was in der IKND Umfrage „Monitoring im Eigenheim“ noch rausgekommen ist.

Ein vernetztes Smart Energy Home

Seit 25 Jahren gibt es das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) – eine Erfolgsgeschichte. Statt nur sechs Prozent, stammen heute fast 60 Prozent des in Deutschland produzierten Stroms aus Wind- und Solarenergie. Das EEG ist auch die Grundlage dafür, dass private Haushalte an der Energiewende teilhaben können.

Das Wichtigste in Kürze

  • Seit 25 Jahren gibt es das EEG; heute stammen fast 60 Prozent des in Deutschland produzierten Stroms aus Wind- und Solarenergie.
  • 8 von 10 Ein- und Zweifamilienhausbesitzer könnten bis 2030 mindestens eine klimafreundliche Technologie besitzen (Allensbach-Umfrage Herbst 2025).
  • Aktuelle Nutzerinnen und Nutzer haben im Durchschnitt bereits 2,6 klimafreundliche Technologien.
  • Eine durchschnittliche Photovoltaikanlage mit 10 kWp kostete vor 15 Jahren mehr als doppelt so viel.
  • Viele Haushalte geben Förderbedarf an: unter 2.500 Euro 73 Prozent, 2.500–5.000 Euro 56 Prozent, über 5.000 Euro 37 Prozent.

Umfrage Herbst 2025: Eigenheim wird zur Energiezentrale

Tatsächlich zeigt eine Umfrage aus dem Herbst 2025 vom Institut für Demoskopie Allensbach im Auftrag der Initiative Klimaneutrales Deutschland (IKND), dass 8 von 10 Ein- und Zweifamilienhausbesitzerinnen und -besitzer bis 2030 mindestens eine klimafreundliche Technologie, wie z.B. PV-Anlage, Elektroauto, Batteriespeicher oder Wärmepumpe, haben könnten. Die aktuellen Nutzerinnen und Nutzer haben sogar im Durchschnitt bereits 2,6 dieser Technologien. Das eigene Zuhause wird immer mehr zur Energiezentrale.

Zukunftstechnologien Gefragt
PV, Wärmepumpe oder Stromspeicher sind hoch im Rennen bei den Anschaffungsplänen der Bevölkerung.

Photovoltaik spielt dabei eine entscheidende Rolle. Sie öffnet die Tür für weitere Technologien, die den eigenen Strom nutzbar machen. Mehr als jeder Zweite, der eine PV-Anlage plant oder hat, würde sich auch ein Elektroauto anschaffen, genauso viele eine Wärmepumpe, ohne ist es nur jeder Sechste. Bei Batteriespeicher und Smart Meter sind die Unterschiede noch größer. Photovoltaik ist also entscheidend dafür, dass sehr viel mehr Menschen als derzeit hierzulande emissionsarm Auto fahren und heizen können.

Solaranlagen sind günstiger geworden

Die Daten zeigen aber auch: Vielen Verbraucherinnen und Verbrauchern ist nicht klar, wie günstig Solaranlagen mittlerweile sind. Für eine durchschnittliche Anlage mit 10 kWp Leistung lagen die Gesamtkosten 2025 im Schnitt bei 15.000 Euro. Vor fünfzehn Jahren war es noch mehr als doppelt so viel. Obwohl jeder Zweite der in der IKND-Studie befragten Hausbesitzerinnen und -besitzern bereit ist, mehr als 10.000 Euro für eine Solaranlage zu bezahlen, geben über alle Einkommensgruppen hinweg viele an auf Förderung angewiesen zu sein: Bei einem monatlichen Haushaltsnettoeinkommen unter 2.500 Euro sagen das 73 Prozent.

In der Einkommensgruppe zwischen 2.500 und 5.000 Euro sind es 56 Prozent, bei über 5.000 Euro noch 37 Prozent. So verwundert es nicht, dass jeder Zweite, der keine Solaranlage plant, als Grund die Anschaffungskosten angibt und mehr als jeder Dritte, dass es sich finanziell nicht lohnen würde.

Foerderung IKND 2
Mehr als jeder zweite gibt an, auf eine Förderung angewiesen zu sein.

Wissenslücken und Praxisnutzen

Hier bestehen Wissenslücken, die durch Fachleute und Gespräche mit PV-Nutzerinnen und -Nutzern schnell ausgeräumt sein sollten. So sagen 8 von 10 Befragten, die eine Solaranlage haben, dass es die Stromkosten senkt und jeder Dritte, dass es sich finanziell lohnt bzw. den Immobilienwert steigert.

Selbst bei gesunkener und in Zukunft möglicherweise ganz entfallender Einspeisevergütung ergibt Photovoltaik Sinn – egal, ob für das nächste Auto, beim Heizungstausch, oder, um in der Kombination mit Speicher und Smart Meter Energiekosten zu sparen. Das Schöne: Eigenheimer haben das Glück und die Chance, maßgeblich von der Energiewende im eigenen Zuhause zu profitieren, und dabei auch noch zu Klimaschutz und Unabhängigkeit von fossilen Energien aus schwierigen Lieferländern beizutragen.

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