Photovoltaik Rechner

Die Größe der Photovoltaikanlage selbst berechnen

Wir groß soll meine Photovoltaik sein?

Im Internet finden Sie viele Photovoltaik Rechner mit denen Sie die Größe Ihrer Photovoltaikanlage überschlägig bestimmen können. Hilfreiche Tools für eine erste grobe Einschätzung, individuelle Faktoren werden aber bei diesen Berechnungen nicht berücksichtigt. 

Mit unserem Photovoltaik Rechner und anhand eines Beispiels wollen wir Ihnen zeigen, wie Sie die Größe Ihrer Photovoltaikanlage Schritt für Schritt selbst berechnen und von welchen Faktoren die Größe abhängt. 

Nutzen Sie auch unseren Solarrechner am Ende der Seite.

Wir zeigen Ihnen hier, wie Sie mit dem "Photovoltaik Rechner" in 7 Schritten die Größe
Ihrer persönlichen Photovoltaikanlage selbst und detailliert berechnen. 

Schritt 1 - Wie viel Strom verbrauchen Sie pro Jahr?

Generell ist es das Ziel, den benötigten Strom durch eine Photovoltaikanlage selbst herzustellen, deshalb hängt die Größe Ihrer Photovoltaikanlage primär von Ihrem persönlichen Stromverbrauch ab.  

Die Antwort auf diese Frage finden Sie in Ihrer letzten Stromrechnungen. Berechnen Sie im ersten Schritt des Photovoltaik Rechner den Durchschnitt des Stromverbrauchs in Kilowattstunden (kWh) der vergangenen 5 Jahre (a). Wie hat sich die Menge entwickelt und wie der Strompreis pro Kilowattstunde?
Für den Fall, dass Sie die Anschaffung weiterer großer Stromverbraucher, beispielsweise einer Wärmepumpe oder eines Elektroautos einplanen, müssen Sie das ebenfalls im Gesamtverbrauch berücksichtigen.

Mein persönlicher Stromverbrauch pro Jahr [SV] = ____ kWh / a

Beispiel: Die Familie Sonnenschein hat einen durchschnittlichen Stromverbrauch über die vergangenen Jahre von 5.000 kWh. Künftig soll ein Großteil des Stromverbrauchs mit einer Photovoltaikanlage selbst hergestellt werden.

Schritt 2 – Stromproduktion Ihrer Photovoltaikanlage

Damit Sie mit Ihrer Photovoltaikanlage einen möglichst hohen Eigenverbrauch erzielen, sollte die Solaranlage mindestens 25 Prozent mehr Strom produzieren als Sie verbrauchen. Der Eigenverbrauch ist der Teil des Soalrstroms, der von Ihnen direkt im Haus verwendet wird und den Sie künftig nicht kaufen müssen. 25 Prozent sind ein Erfahrungswert, den wir in den Photovoltaik Rechner als sinnvollen Wert eingebaut haben.

Optimale Stromproduktions-Menge der PV-Anlage = 125% x SV


Beispiel: Die optimale Stromproduktion für die Familie Sonnenschein liegt bei:
PV = 125% x 5.000 kWh = 6.250 kWh 

Schritt 3 –Regionaler Energieertrag

Wer meint, dass sich Photovoltaikanlagen nur in südlichen Ländern rechnen ist schlecht informiert. Die Globalstrahlung ist mit durchschnittlich 1.100 Kilowattstunden pro Quadratmeter (kWh/a) im Jahr in Deutschland und Österreich nahezu halb so groß, wie in der Sahara. 

Der regionale Energieertrag [RE] für die Photovoltaikanlagen berechnet sich auf die Einheit Kilowattstunden pro Kilowattpeak und pro Jahr (kWh / (kWp x a) und hängt von der Region ab, in der Sie Ihre Photovoltaikanlage errichten wollen. Ermitteln Sie Ihren „Regionalen Energieertrag“ aus den beistehenden Tabellen.

RE = __________kWh/(kWp x a)


Regionaler Energieertrag Österreich

Beispiel: Familie Sonnenschein lebt in Hessen.
Hessen hat einen regionalen Energieertrag von RE = 940 kWh/(kWp x a)

 

 

Regionaler Energieertrag Deutschland
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Schritt 4 – Abweichungen durch Dachausrichtung, - neigung und Verschattungen berücksichtigen

In der Vergangenheit bestand oft die Meinung, dass nur nach Süden ausgerichtete Module, mit einer Neigung von 30 Grad wirtschaftliche Erträge liefern. Die vergangenen Jahre haben gezeigt, dass das zum Glück nicht so ist und dass Ost-, oder Westdächer und sogar flache Norddächer, sinnvolle Erträge liefern. Ermitteln Sie Ihren „Persönlicher Abweichungswert“ aus der beistehenden Tabelle.

 Ihr persönlicher Abweichungswert [AW] = _______%


Beispiel: Familie Sonnenschein hat ein Dach mit 30 Grad Dachneigung und mit einer Abweichung von Süden von 40 Grad. Damit ergibt sich ein Abweichungswert: AW = 97,5%


Modulverschattung

Bei der Planung Ihrer Anlage ist darauf zu achten, dass die Solarmodule möglichst unverschattet installiert werden. Angrenzende Bäume, Gebäude oder sogar auf dem Dach vorhandene Antennen, Kamine oder Gauben können zeitweise einzelne Module beschatten und beeinträchtigen damit die Leistung aller Module, die an einem Leitungsstrang (String) hängen.

Sollte bei Ihnen während des Tages zeitweise oder zu bestimmten Jahreszeiten eine Teilverschattung vorliegen, reduziert sich Ihr Jahresertrag nur minimal.

Je nach Größe und Dauer der Beschattung sollte man einen Abschlag zwischen 1 bis 5 Prozent einkalkulieren.

Fällt z.B., durch den tiefen Sonnenstand nur im Winter ein Schatten auf Ihr Dach, kann man diesen Schatten nahezu vollständig in der Jahresbe-trachtung unberücksichtigt lassen. 80 bis 85 Pro-zent der Energie wird in den Monaten März bis Oktober produziert, 15 bis 20 Prozent in den Mo-naten November bis Februar. 

Schritt 5 – Ihr persönlicher regionaler Energieertrag

Für den Fall, dass Sie kein Einhundertprozent-Dach besitzen müssen die Abweichung berücksichtigen. Ihr regionaler Energieertrag reduziert sich dadurch etwas.

Persönlicher Energieertrag [PE] = Abweichungswert [AW] x Regionaler Energieertrag [RE] = ________ kWh/ (kWp x a)

Beispiel: Familie Sonnenschein hat damit einen Persönlichen Energieertrag für Ihr Dach von 97,5 % x 940 kWh/ (kWp x a) = 916,5 kWh/ (kWp x a)

Schritt 6 – Größe der Photovoltaikanlage

Jetzt können Sie die Größe Ihrer Phovoltaikanlage [PV] bestimmen. Teilen Sie die den optimale Stromproduktion [SP] aus Schritt 2 durch Ihren Persönlichen Energieertrag [PE].

PV = Stomproduktion [SP] / Persönlicher Energieertrag [PE] = _________ kWp


Beispiel: Die Phovoltaikanlage von Familie Sonnenschein sollte mindestens 6,82 kWp groß sein.
PV = 6.250 (kWh/a)  /  916 (kWh/(kWp x a)) = 6,82 kWp

Schritt 7 – Berechnung der benötigten Dachgröße

Ein typisches Photovoltaikmodul hat die Maße 1,67m x 1m (= 1,67m²) und eine Leistung von 280 Wp. Zur Berechnung der benötigten Dachfläche multiplizieren Sie die Anlagengröße mit dem Faktor 8 m²/ kWp. Bei diesem Faktor sind schon bereits gewisse Freiflächen berücksichtigt.

Die benötigte Dachfläche [DF] = Phovoltaikanlage [PV]  x 8 (m²/ kWp)

Beispiel: Bei Familie Sonnenschein ergibt das eine Dachfläche von 55 m². 6,82 kWp x 8 (m²/ kWp).

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