photovoltaik förderung

Photovoltaik Förderungen - Einspeisevergütung

Förderungen für Photovoltaikanlagen und Stromspeicher

Photovoltaik Förderungen für Photovoltaikanlagen und Stromspeicher haben in der Vergangenheit eine wichtige Rolle bei der Einführung dieser neuen und sehr teuren Technologien gespielt. Sowohl die Anschaffungskosten als auch die Photovoltaik Förderungen sind in den vergangenen Jahren immer geringer geworden.

Das „Erneuerbare Energien Gesetz“ (EEG) war in der Vergangenheit das entscheidende Instrument zur Photovoltaik Förderung in Deutschland. Jede Kilowattstunde, die aus einer Photovoltaikanlage erzeugt wurde, musste vom regionalen Stromnetzbetreiber abgenommen und vergütet werden. Durch den Eigenverbrauch und durch die Speicherung spielt diese Einspeisevergütung nur noch eine untergeordnete Rolle.

Die zweite bundesweite und sehr bekannte Photovoltaik Förderung von Stromspeichern, das KFW 275 Programm wurde sogar zum 31.12.2018 vollständig eingestellt.

Deine Entscheidung für ein Solarkraftwerk solltest du aber nicht von einer möglichen Förderung abhängig machen, denn auch ohne Förderung rechnet sich deine Anlage.

Regionale und bundesweite Förderungen

  • Photovoltaik Förderung über das erneuerbare Energiengesetz (EEG)
  • Regionale Photovoltaik Förderung durch die Stadt oder Kommune
  • Steuerliche Förderung durch die Rückerstattung der Mehrwertsteuer oder Abschreibungsmöglichkeiten
  • Photovoltaik Förderung über die KfW oder BAFA
  • Photovoltaik Förderung durch den regionalen Energieversorger

Bundesweite Photovoltaik Förderungen

Erneuerbare Energien Gesetz - EEG

Das "Erneuerbare Energien Gesetz" (EEG) ist (war) die entscheidene Photovoltaik Förderung in Deutschland. Seit dem Inkrafttreten des EEG am 01. April 2000 hat diese Förderung für einen regelrechten Boom gesorgt.

Jede Kilowattstunde aus einer Photovoltaikanlage muss vom regionalen Stromnetzbetreiber abgenommen und vergütet werden. Betreiber erhalten 20 Jahre lang eine garantierte Vergütung für ihren eingespeisten Strom. Eine Belastung der Staatskasse liegt nicht vor. Die Förderung der erneuerbaren Energien wird durch eine Stromverbrauchsumlage, die jeder Stromverbraucher mit seiner Stromrechnung begleicht, umgesetzt. Diese Umlage errechnet sich aus der Differenz zwischen den Vergütungszahlungen für EEG-Strom und den Erlösen, die durch den Verkauf des EEG-Stroms an der Strombörse erzielt werden. Der resultierende Betrag wird nun auf alle Stromkunden gemäß Ihres Stromverbrauchs umgelegt. Anders als bei fossilen Energien wie Kohle, Gas, etc. kommen keine versteckten Folgekosten für Umwelt-, Klima- und Gesundheitsschäden dazu.

Im EEG wird ein Gesamtausbauziel für die geförderte Photovoltaik in Deutschland in Höhe von 52 Gigawatt (GW) verankert. Im Gegenzug bleibt der jährliche Ausbaukorridor in der Höhe von 2.500 – 3.500 Megawatt (MW) bestehen. Bisher wurden in Deutschland Photovoltaikanlagen mit einer Gesamtleistung von rund 32 GW errichtet. Ist das Gesamtausbauziel erreicht, erhalten neue Anlagen keine Vergütung mehr. Der Einspeisevorrang bleibt aber für zusätzliche neue Anlagen auch danach gesichert.

Einspeisevergütung für Photovoltaikstrom laut EEG

Die Einspeisevergütung für Strom aus Photovoltaikanlagen gemäß dem erneuerbare Energien Gesetz (EEG). Aktuell gültige Vergütungssätze in Cent.

* Unverbindliche Schätzwerte bei einer angenommenen gleichbleibenden Degression. Die jeweils tatsächliche Vergütungshöhe wird gemäß §49 EEG (2017) jeweils zum 1. Februar, 1. Mai, 1. August und 1. November eines Jahres festgelegt.


Zinsgünstiger Kredit der Kreditanstalt für Wiederaufbau - KFW-Kredit 270

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau. KfW fördert die Installation einer Photovoltaikanlage und des Stromspeichers mit einem zinsgünstigen Kredit. Der KfW-Kredit 270 kann auch bei einer Speichernachrüstung in Anspruch genommen werden.

Alternativ zum KfW-Kredit kannst du auch den enerix-Solarkredit nutzen. Damit kommst du noch schneller in den Genuß der Eigenversorgung.

KfW 40 Plus Haus Förderung

Mit der KfW 40 Plus Förderung erhältst du einen zinsgünstigen KfW-Kredit über 100.000 Euro und einen Tilgungszuschuss in Höhe von 15 Prozent für dein neues Zuhause. Gleichzeitig nutzt du künftig effiziente und zeitgemäße Haustechnik, die dir Sicherheit und Kontrolle hinsichtlich der zu erwartenden Energiekosten liefert.
Ein attraktive Photovoltaik Förderung, die du bei der Planung deiner eigenen vier Wände unbedingt berücksichtigen solltest: besonders dann, wenn du bereits nach dem Standard KfW 40 bauen möchtest. Damit bekommst du eine Großteil der Investition für dein Solarkraftwerk vom Staat erstattet und der Rest zahlt sich durch die Energieeinsparung ab. Weiter zu den Details der KfW 40 Plus Förderung.

Photovoltaik Förderungen in den deutschen Bundesländern

Baden-Württemberg

Seit März 2018 können Erzeuger von Solarstrom in Baden-Württemberg eine Photovoltaik Förderung für Stromspeicher beantragen. Aufgrund der hohen Nachfrage endet das Programm voraussichtlich zu Pfingsten 2019. Um eine Förderung zu erhalten, muss der angeschaffte Stromspeicher mindestens über 2 Kilowattstunden Speicherkapazität verfügen und fünf Jahre lang Strom aus einer Photovoltaikanlage speichern. Der Zuschuss beträgt mit bis zu 30 Kilowatt Leistung 200 Euro pro Kilowattstunde Speicherkapazität, maximal jedoch 7.500 Euro.
Für leistungsstärkere Geräte beträgt der Zuschuss 300 Euro pro Kilowattstunde Speicherkapazität. Die maximale Förderhöhe liegt hier bei 60.000 Euro. Einen Bonus von 400 Euro gibt es, wenn eine Photovoltaikanlage zum Speicher errichten, die zwischen 10 und 14 Kilowattpeak Leistung hat. Nicht jeder Antrag, der im Frühling 2019 noch eingereicht wird, wird mit Sicherheit bearbeitet. Es gilt daher: Je schneller Sie den Antrag noch stellen, desto stärker können Sie noch mit einer Förderung rechnen.

Speicherförderungen in Friedrichshafen: Mit der Photovoltaik Förderung werden Stromspeicher bei  neuen und bei bereits installierten Photovoltaikanlagen auf der eigenen Immobilie (Bauantrag des Gebäudes vor 2016) gefördert. Die Mindestnutzkapazität beträgt 3 kWh. Es müssen mindestens 50 % des Strombedarfs aus der eigenen Stromerzeugungsanlage mit Speicherung gedeckt werden. Die Förderhöhe liegt bei 250 EUR pro kWh, maximaler Zuschuss 2.250 Euro.


Bayern

10.000 Dächer-Förderprogramm - Das Bayrische Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie fördert mit dem "10.000 Dächer-Förderprogramm" insbesondere Privathaushalte bei der energetischen Sanierung. Die Stromspeicher Förderung selbst ist Bestandteil der Aktion „EnergieSystemHaus". Mit einem Technikbonus wird der Einsatz eines innovativen Heiz-/Speicher-Systems mit Energiemanagementsystem gefördert, das die Speicherung von Energie sowie die Flexibilisierung des Energiebezugs ermöglicht. So soll der Energiebezug aus dem öffentlichen Stromnetzen reduziert werden bzw. die Bewohner sich sogar selbst versorgen können. Voraussetzung für die Förderung ist das Erreichen eines gewissen KfW-Effizienzhaus-Niveaus (bei Sanierung: KfW-Effizienzhaus Niveau 115, beim Neubau: KfW-Effizienzhaus-Niveau 55). Je nach gewähltem Heiz-/Speicher-System liegt der Förderbetrag je Wohneinheit bei 1.000 bis 9.000 Euro.


Mecklenburg Vorpommern

Das Landesförderinstitut Mecklenburg Vorpommern unterstützt mit einer Anteilfinanzierung Investitionen von Unternehmen und anderen wirtschaftlich tätigen Organisationen in klimaschutzrelevante Technologien:

  • zur Steigerung der Energieeffizienz,
  • zur Energieeinsparung und
  • zur stärkeren Nutzung erneuerbarer Energien.

Über die Höhe der anteiligen Förderung gibt ein separates Merkblatt des Ministeriums für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung M-V Auskunft. Ein zusätzlich geschaffenes Bonussystem für besondere Innovationen oder außergewöhnliche Projekte ermöglicht einzelnen Unternehmensformen darüber hinaus eine Erhöhung der Grundförderung.


Nordrhein Westfalen

Die Photovoltaik Förderung progres.nrw. Die Förderung bezieht sich auf stationäre Stromspeicher in Kombination mit einer neu zu errichtenden Photovoltaikanlage. Je nur ein Speicher pro Photovoltaik-Anlage und Standort. Am Netzanschlusspunkt ist die max. Leistungsabgabe der PV-Anlage auf max. 50 % zu begrenzen.

  • Die Begrenzung besteht für die gesamte Lebensdauer der PV-Anlage.
  • Der Netzbetreiber muss die Leistungsbegrenzung überprüfen können.
  • Geeignete Fachkräfte müssen die sichere Inbetriebnahme bestätigen.

Kommunen sind antragsberechtigt, wenn sie am European Energy Award teilnehmen, sie über ein offizielles Programm ein kommunales Klimaschutzkonzept aufstellen oder als Träger von Schulen, Kindergärten oder anderen Gebäuden mit Multiplikatorwirkung auftreten. Förderanträge können bis zum 20.11.2019 gestellt werden.

Förderhöhe / Zuschuss:

  • PV-Anlage:   < 30 kWp     max. 10 % Förderung
  • PV-Anlage:    > 30 kWp    max. 50 % Förderung 
  • max. Förderobergrenze:  75.000 €

Keine Förderung, wenn die Zuwendung weniger als 350 € je Vorhaben ist (Bagatellgrenze). Eine Kumulation mit anderen Förderprogrammen des Landes NRW ist nicht zulässig.


Sachsen - Förderung der sächsischen Aufbaubank

Innerhalb des Förderprogramms "Innovative dezentrale Stromerzeugung und –speicherung" fördert der Freistaat Sachsen seit 2013 über die Sächsische Aufbaubank (SAB) dezentrale Stromspeicher. Die Förderhöhe muss mindestens 2.000 Euro betragen und richtet sich nach der Höhe der aus der Investition resultierenden CO2-Einsparungen. Pro Tonne eingesparter CO2-Emissionen vergütet die SAB 500 Euro, wobei hier noch ein Korrekturfaktor angesetzt wird. Mit einem Stromspeicher müssen demnach mindestens 20 Tonnen CO2 eingespart werden, um die Basisförderhöhe zu überschreiten. Zudem muss das Stromspeichersystem in der Lage sein auch am Regelenergiemarkt teilzunehmen.


Thüringen

Mit der Photovoltaik Förderung „Solar Invest“ fördert das Bundesland Thüringen Photovoltaikanlagen. Das Förderprogramm soll Impulse für den Klimaschutz und die Nutzung der Sonnenenergie in Thüringen geben. Dadurch werden wichtige lokale Akteure der Energiewende wie Kommunen und kommunale Unternehmen, die Thüringer Wohnungswirtschaft, Kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) sowie Bürgerenergiegenossenschaften unterstützt. Durch Mieterstrommodelle können erstmals auch Mieterinnen und Mieter von den Kostenvorteilen erneuerbarer Energien profitieren.

Mit bis zu 20 Prozent (für Bürgerenergiegenossenschaften: bis zu 40 % für die  PV-Anlage und bis zu 50 % für PV- Anlage und Speicher) der Gesamtkosten werden mit „Solar Invest“ Neuinvestitionen in Photovoltaikanlagen gefördert. Voraussetzung ist, dass der erzeugte Strom der Eigen- oder Direktversorgung dient und nicht in ein öffentliches Netz eingeleitet wird. Mit dem gleichen Fördersatz sind Neuinvestitionen, Ersatzinvestitionen in oder die Erweiterung von Stromspeichern und Wärmespeichern (Warmwasser-, Kältespeicher, Power to heat-Anlagen) förderfähig. Investitionen in vorhandene Photovoltaikanlagen mit stationären Energiespeichersystemen, die der Speicherung von Strom aus Photovoltaik dienen, werden ebenfalls mit bis zu 20 Prozent (für Bürgerenergiegenossenschaften: bis zu 40 %) gefördert.