Startseite • Ratgeber • Temperaturkoeffizient bei PV-Modulen Temperaturkoeffizient bei PV-Modulen Diesen Einfluss hat die Umgebungstemperatur auf deine PV Anlage Peter Knuth 15 Juli 2024 ・2 Min Lesezeit Teilen Welchen Einfluss hat der Temperaturkoeffizient bei Photovoltaikmodulen? Der Temperaturkoffizient bei Photovoltaikmodulen ist immer wieder Thema. Deshalb eine wichtige Information vorweg: Photovoltaikanlagen laufen selten auf einhundert Prozent. Mal scheint die Sonne nicht so intensiv, mal ist der Einstrahlungswinkel nicht senkrecht und ein anderes Mal ist die Temperatur zu hoch wodurch es durch den negativen Temperaturkoeffizienten und steigender Modultemperatur zur Abnahme der Leistung kommt. Deshalb sollte man auch den negativen Temperaturkoeffizienten bei Solarzellen auch nicht zu wichtig nehmen. Der Temperaturkoeffizient liegt bei kristallinen Photovoltaikmodulen bei circa -0,4 Prozent pro einem Grad Celsius. Die Nominalleistung der Module wird bei 25 Grad Umgebungstemperatur und bei 1.000 Watt Sonneneinstrahlung gemessen. Steigt die Temperatur um 1 Grad Celsius sinkt die Modulleistung um 0,4 Prozent. Photovoltaikmodule können im Sommer schon mal bis zu 70 Grad Celsius heiß werden, also ein Temperaturunterschied von 45 Grad gegenüber Nominaltemperatur. Beispiel 10 kWp PV Anlage: Leistungsverlust = -0,4%/K * 45K *10 kWp = 1,8 kWp Bei einem durchschnittlichen Glas-Glas-Modul verhält sich die Modulleistung in etwa so: Damit stehen von den 10 kWp nur noch 8,2 kWp zur Verfügung. Sinkt im Winter die Zelltemperatur unter 25°C dreht sich dieser Effekt um. Leistungsrekorde werden deshalb in den Übergangsmonaten April, Mai, September und Oktober erreicht, bei guter Sonneneinstrahlung und kühler Umgebungstemperatur. Trotz dieses negativen Effekts muss man nicht in Panik verfallen und Superkonstruktionen entwickeln, die die Module kühlen, denn die Temperatur steigt in der Regel wenn die Sonne scheint. Das heißt, die Leistung steigt im gleichen Verhältnis durch die höhere Einstrahlung. Peter Knuth Peter Knuth ist Mitbegründer und Geschäftsführer von enerix, einem Unternehmen, das sich auf die Installation von Photovoltaikanlagen spezialisiert hat. Nach seiner handwerklichen Ausbildung und einem Maschinenbaustudium hat er 2002 seine... Erfahre mehr über mich Das könnte dich auch interessieren Balkonkraftwerk Einspeisevergütung: Warum sich der Verzicht für dich mehr lohnt Du hast ein Balkonkraftwerk und fragst dich, wie du mit dem auf deinem Balkon produzierten Strom Geld verdienen kannst? Die Antwort ist vielleicht überraschend: Der lukrativste Weg ist nicht, deinen mit der Mini-PV-Anlage erzeugten Strom zu verkaufen, sondern die Energie direkt selbst zu nutzen. Erfahre mehr Dünnschicht-Solarmodule: Der große Experten-Guide für dein Dach & Balkon Dünnschicht Solarmodule sind leicht, flexibel und effizient bei Hitze, Schwachlicht und Teilverschattung. Der Ratgeber zeigt Technik, Vorteile, Einsatzbereiche und Unterschiede zu kristallinen Modulen. Erfahre mehr Wärmepumpe selbst einbauen: Warum du besser die Finger davon lassen solltest Die Überlegung ist nachvollziehbar: Beim Tausch oder Einbau der Heizung kräftig sparen, indem du die neue Wärmepumpe einfach selbst installierst. Als Hausbesitzer mit handwerklichem Geschick erscheint die Möglichkeit, den Einbau Erfahre mehr Ratgeber Kategorien Finde den passenden enerix Partner aus deiner Region Wir beraten dich Hersteller-unabhängig vor Ort Partner finden